Bischof Genn besucht 2014 gezielt mehrere soziale Einrichtungen

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, will im Jahr 2014 einen Schwerpunkt darauf legen, die Arbeit in sozialen Einrichtungen im Bistum Münster noch besser kennen zu lernen.

Insgesamt neun Orte wird er besuchen. "Mir ist es ein großes Anliegen, konkret zu erleben, welch wichtiger Dienst in diesen Einrichtungen geleistet wird. Und ich will unmittelbar sehen: Wie sind die Lebensverhältnisse in einer Flüchtlingseinrichtung, wie ist die Arbeit mit Demenzkranken, welche Perspektiven können Wohnungslosen eröffnet werden", nennt der Bischof drei Beispiele.

Natürlich sei er im Laufe des kommenden Jahres auch noch in anderen sozialen Einrichtungen zu Gast, sagt Bischof Genn und erläutert das Besondere der nun darüber hinaus geplanten Besuche: "Ich will und werde mir hier noch mehr Zeit nehmen, um mir einen fundierten Eindruck über die Lebenswirklichkeiten von Menschen am Rande zu machen. Ich will vor Ort erfahren, wie ihnen geholfen wird. Und ich will auch die Defizite sehen, die es gibt, wenn ich etwa nur an die Flüchtlingsunterkünfte denke. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort, die ja die Fachleute sind, will ich überlegen, was wir als Kirche tun können und müssen, um für bestimmte Gruppen von Menschen am Rande unserer Gesellschaft das Leben noch lebenswerter und auf jeden Fall menschenwürdig zu gestalten."

Zugleich, so betont Bischof Genn weiter, wolle er mit den Besuchen auch ein Zeichen der Wertschätzung geben für die "großartige Arbeit", die in diesen Einrichtungen geleistet wird. "Wenn Papst Franziskus uns immer wieder deutlich macht, dass wir vor allem auch eine dienende Kirche sein müssen, dann wird das an den Orten, die ich besuchen werde, sicher ganz konkret gelebt. Als Kirche müssen wir, muss jeder einzelne von uns, für die Menschen da sein; wir müssen das Leben der Menschen bereichern; die Menschen müssen spüren, dass wir aus einem inneren Antrieb heraus und mit großer Freude für sie da sind. Und wie sehr dieser Dienst dann auch unser eigenes Leben bereichert, das hat sich jeder schon einmal erfahren, der sich für andere einsetzt. Wir bekommen von diesen Menschen oft mehr zurück als wir überhaupt geben können."

Auch der im vergangenen Jahr in Kraft gesetzte Pastoralplan für das Bistum Münster betone die "Option für eine dienende Kirche". Bischof Genn: "Meine Besuche sollen dieser Option Ausdruck verleihen, wollen wir im Bistum Münster doch die Haltung einer offenen, einladenden und sich mit den Menschen, besonders mit den Armen solidarisch zeigenden Kirche fördern."

Die Besuche beginnen im Januar mit der Stiftung Haus Hall in Gescher, wo sich unter anderem eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung, eine Förderschule für geistige Entwicklung und ein betreutes Wohnen befinden. Außerdem wird Bischof Genn im Laufe des Jahres unter anderem Einrichtungen besuchen, die sich um Flüchtlinge, um Wohnungslose, um demenzkranke Menschen, um benachteilige Kinder und Jugendliche oder um alte und kranke Menschen kümmern.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de