Bischof Genn besucht 2015 Schulen

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, wird 2015 gezielt rund ein Dutzend Schulen in kirchlicher Trägerschaft im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster besuchen.

Mit seinen Besuchen möchte der Bischof deutlich machen, dass diese Schulen "ganz wichtige Orte sind, an denen wir als Kirche mitten in der Gesellschaft und mitten unter jungen Menschen präsent sind." Insgesamt gibt es im NRW-Teil des Bistums Münster 55 Schulen und zwei Schülerheime in kirchlicher Trägerschaft, die derzeit von über 31.000 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Für diese Schule stellt das Bistum im Haushaltsjahr 2015 rund 15 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen rund 15 Millionen Euro für Schulbaumaßnahmen.

"Das Bistum Münster wird zu Recht als Schulbistum bezeichnet", sagt der Bischof. Der Bildungsauftrag an den kirchlichen Schulen habe eine besondere Perspektive: "Wir wollen Schülerinnen und Schüler die Bedeutung eines auf christlichen Werten gründenden Handelns in ihrem persönlichen Leben, in der Schule und später im Beruf vermitteln. Das stellt in unserer heutigen immer stärker säkularisierten Gesellschaft die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Eltern vor große Herausforderungen", sagt Bischof Genn. Seine Besuche sollten auch die Wertschätzung zum Ausdruck bringen, die er für den Einsatz von Lehrern und Eltern empfinde. "Die Qualität von Bildung und Erziehung sind für die Stabilität und Weiterentwicklung von demokratischen und humanen Gesellschaften unverzichtbar. Wir erleben es gerade heute wieder an vielen Stellen unserer Welt, dass dort, wo es keine gute Bildung gibt oder wo Erziehung zur Indoktrination von Ideologien missbraucht wird, Terror, Gewalt und Fundamentalismus leichtes Spiel haben", betont der Bischof. Daher dürfe der Bildungsauftrag auch nicht auf die Erfüllung bestimmter Qualifizierungsaufgaben reduziert werden. Vielmehr wollten die Schulen in kirchlicher Trägerschaft dem Anspruch gerecht werden, jeden einzelnen in der Entfaltung seiner Persönlichkeit und seiner individuellen Begabungen zu unterstützen und zu verantwortlicher Selbstbestimmung zu führen. "Katholische Schulen sollen Erziehungsgemeinschaften sein, die Lebensräume schaffen, in denen der Geist der Freiheit und der Liebe des Evangeliums lebendig ist", sagt Bischof Genn.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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