Bischof Genn blickt auf Eucharistischen Kongress von Köln zurück

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat sich am 10. Juni überzeugt gezeigt, dass sich nach dem Eucharistischen Kongress vieles ändern wird. „Ich bin überzeugt, dass sich viele Bekehrungen in diesen Tagen ereignet haben“, betont der Bischof in einem ersten Rückblick auf den Eucharistischen Kongress.

Zu dem Glaubensfest waren in der vergangenen Woche Zehntausende Gläubige in Köln zusammengekommen. Viele Bischöfe hatten Katechesen (Glaubensunterweisungen) gehalten und die Eucharistie gefeiert. Zudem hatte es ein breites theologisches, geistiges und kulturelles Programm gegeben.

Bischof Genn spricht im Rückblick auf den Eucharistischen Kongress von „tiefgehenden Erfahrungen“. Höhepunkt sei die „tägliche Feier der Eucharistie“ gewesen: „Die Eucharistie ist eine Wirklichkeit, die gefeiert werden muss“, unterstreicht der Bischof. Die Anbetung ergebe sich hieraus. Für den Bischof kann es „nicht ohne Frucht bleiben, wenn so viele hunderte von Menschen immer wieder vor dem Eucharistischen Herrn verweilen“. Die eucharistische Anbetung könne, das zeige sich ihm immer mehr, auch weiterhin anziehend bleiben. „Die Tatsache, dass sich Jugendliche davon ansprechen lassen und in einer Abendstunde vor einer Monstranz verweilen können, so dass man nur das Flattern der Enten hört, die sich auf dem Tanzbrunnen niederlassen, spricht dafür, den Vorschlag von Kardinal Meisner am Ende des Kongresses aufzugreifen: ‚Wenigstens einmal wöchentlich – warum nicht täglich? – eine Viertelstunde eucharistische Anbetung zu halten‘“, betont der Bischof. Das sei ein Vorschlag für jeden Einzelnen und eine Möglichkeit für jede Gemeinde.

Ein Eucharistischer Kongress, so unterstreicht der Bischof weiter, sei in seiner Zielrichtung zunächst einmal nicht politisch. „Aber er wirkt in den Raum der Öffentlichkeit hinein. Wenn Schülerinnen und Schüler oder Jugendliche beim Jugendfestival sich von der Botschaft des Glaubens in ihren Lebensfragen ansprechen lassen, hat das eine Öffentlichkeitswirksamkeit, die zuerst in die Tiefe geht und sich nicht stehenden Fußes in unmittelbaren politischen Aktionen äußert“, betont Bischof Genn. Wer aber Eucharistie richtig verstehe, könne gar nicht anders als mit Mutter Teresa zu bekennen: „Wenn ich von der Anbetung zu den Armen gehe, gehe ich von Jesus zu Jesus.“

Hilfreich für die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema „Eucharistie“ kann auch die vom Bistum Münster herausgegebene gleichnamige Broschüre sein. Sie kann kostenlos bestellt werden beim Bischöflichen Generalvikariat Münster, Materialdienst der Hauptabteilung Seelsorge, Überwasserkirchplatz 3, 48143 Münster.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de