Bischof gratuliert Gremienvertretern

, Bistum Münster

Die Katholiken im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster hatten am Wochenende gleich doppelt die Wahl – sie haben neue Kirchenvorstände und neue Pfarreiräte bestimmt. Mehr als 90 der insgesamt 167 Pfarreien im Bistum haben sich dabei für das Verfahren der allgemeinen Briefwahl entschieden. Mit diesem sollte die Wahlbeteiligung und damit die Legitimation für die kirchlichen Gremien gesteigert werden. Der erhoffte Effekt ist eingetreten: Bei der allgemeinen Briefwahl lag die Wahlbeteiligung bei den Pfarreiratswahlen insgesamt bei 19,1 Prozent, bei der Urnenwahl bei 4,4 Prozent. Spitzenreiter bei den Pfarreiratswahlen ist die Pfarrei St. Bonifatius in Kranenburg-Niel mit einer Wahlbeteiligung von 48 Prozent, gefolgt von der Pfarrei St. Martin in Kranenburg-Zyfflich mit 35 Prozent, der Pfarrei St. Johannes Evangelist in Selm-Cappenberg mit 34 Prozent und der Schöppinger Pfarrei St. Brictius mit 33 Prozent.

Bischof Dr. Felix Genn

Bischof Dr. Felix Genn ermutigt die neu gewählten Mitglieder der Kirchenvorstände und Pfarreiräte, vor Ort die Zukunft der katholischen Kirche im Bistum Münster mitzugestalten.

© Bistum Münster

„Ich bin dankbar dafür, dass so viele Menschen in dieser massiven Veränderungssituation der Kirche bereit sind, diese wichtigen Ehrenämter in den Pfarreien zu übernehmen“, gratuliert Münsters Bischof Dr. Felix Genn den Neugewählten: „Sie tragen mit ihren Kompetenzen Verantwortung und treffen wichtige Entscheidungen zum Wohle und zur Zukunft der Kirchengemeinden vor Ort. Sie sind die Gesichter der Kirche.“ Der Bischof ermutigt die Mitglieder in den Kirchenvorständen und Pfarreiräten, durch ihre Arbeit die notwendigen Veränderungen in der Kirche in den nächsten Jahren mitzugestalten: „Gemeinsam wollen wir die Menschen erfahren lassen, dass wir auch in Zukunft gerne und mit Begeisterung für sie da sind. Durch Ihr Glaubenszeugnis in den Pfarreien spüren hoffentlich viele Menschen: Der Glaube an Jesus Christus kann mein Leben bereichern.“ In diesem Zusammenhang sprach er auch allen ausgeschiedenen Gremienvertretern noch einmal seinen Dank für ihren engagierten Einsatz in der Vergangenheit aus.

Das Verfahren der allgemeinen Briefwahl, nach dem rund 90 Pfarreien abgestimmt haben, hat sich wie schon bei vorherigen Wahlen als Erfolgsmodell erwiesen: „In diesen Pfarreien ist die Wahlbeteiligung deutlich angestiegen“, freut sich Genn über die positive Resonanz: „Das gibt den Gremien einen breiten Rückhalt.“ Bei den für die allgemeine Briefwahl Verantwortlichen sei die Freude zudem groß, dass sich der Mehraufwand gelohnt habe.

Die neuen Kirchenvorstände und Pfarreiräte kommen in den nächsten Wochen zu konstituierenden Sitzungen zusammen und bilden Sachausschüsse, die sich mit thematischen Schwerpunkten intensiver beschäftigen.

Im Vorfeld der Wahlen hatte es bei der allgemeinen Briefwahl in vielen Pfarreien große Probleme im Blick auf die Zustellung der Wahlunterlagen gegeben. Die Bistumsverantwortlichen haben dafür bereits in der vergangenen Woche bei der Pfarrerkonferenz um Entschuldigung gebeten und insbesondere den vielen Ehrenamtlichen gedankt, bei denen die Mängel für viel Verärgerung gesorgt und ihnen viel zusätzliche Arbeit gebracht hatten.

Gudrun Niewöhner