Bistum Münster führt zentrales Beschwerdemanagement neu ein

Das Bistum Münster hat ein zentrales Beschwerdemanagement eingeführt. Die neue Stelle diene dazu, "dass eingehende Beschwerden einheitlich und zügig bearbeitet werden und dass Außenstehenden klar ist, an wen sie sich wenden können", erklärte Generalvikar Norbert Kleyboldt.

Mit der neuen Aufgabe wurde Prof. Dr. Reinhild Ahlers betraut, die "als Leiterin der Abteilung Kirchenrecht und aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Bischöflichen Generalvikariat für diese Aufgabe bestens geeignet" sei, betonte Kleyboldt.

Der Generalvikar hob hervor, er wisse, es sei Anliegen aller seiner Mitarbeiter, "die anstehenden Aufgaben gut und gewissenhaft zu erledigen". Dafür sei er sehr dankbar: "Aber überall, wo Menschen arbeiten, passieren Fehler und kommen Missverständnisse vor, die dazu führen, dass Unzufriedenheit und Ärger entsteht", erläuterte Kleyboldt. Mit der neuen Stelle gebe es in der internen Struktur nun eine klare Zuordnung für Beschwerden. Das Beschwerdemanagement könne zudem dazu beitragen, dass Lern- und Verbesserungsprozesse initiiert würden.

"Als unabhängige Moderatorin, die Argumentationen des Beschwerdeführers und desjenigen, über den man sich beschwert, zusammenbringt und Lösungswege anspricht", versteht sich die Leiterin der neu eingerichteten Stelle. "Ich entscheide nicht in der Sache, das tut jeder für seinen Zuständigkeitsbereich", stellte Ahlers klar, "ich leite die Beschwerde – mit Unterrichtung des Beschwerdeführers – an die Stelle, über die sich beschwert wird, weiter und bitte um Stellungnahme und Lösungsvorschläge". Aufgrund dieser Stellungnahme antworte sie dem Beschwerdeführer und schlage Maßnahmen vor.

Ahlers grenzte auch ab, wo ihre Zuständigkeit endet: Nicht zu befassen sei sie mit arbeitsrechtlichen Beschwerden, die von den Schied- und Schlichtungsstellen zu bearbeiten seien oder mit generalvikariatsinternen Beanstandungen, die auf "normalen organisationsinternen Wegen zu klären" seien.

Die 55jährige Theologin und Kirchenrechtlerin ist seit 1989 in der Abteilung Kirchenrecht der Diözese beschäftigt, wo sie vor allem mit Sakramenten-, Verfassungs-, Ordens- und Strafrecht befasst ist. Mit einem Teil ihrer Arbeitszeit wirkte Ahlers bis 2011 im Bischöflichen Offizialat mit, in dem es um Eheannullierungen geht. Diesen Teil ihrer Aufgaben gab sie ab, als sie die damals neu errichtete Stabsstelle zur Prävention sexueller Gewalt mit übernahm. Nun tritt an dessen Stelle das Beschwerdemanagement. Außerdem hat die Hochschullehrerin eine Professur für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster.

Der Generalvikar bittet darum, dass künftig ausnahmslos "alle Beschwerden über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Generalvikariats und andere Einrichtungen und Dienste, die der Katholischen Kirche zugeordnet werden" an das zentrale Beschwerdemanagement gehen. Zu erreichen ist die neue Stelle per Post an das Bistum Münster, Zentrales Beschwerdemanagement, Domplatz 27, 48143 Münster, per Mail an beschwerden[at]bistum-muenster.de. Telefonisch ist Ahlers unter 0251/495-257 zu erreichen.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de