© Bistum Münster

Bistum Münster weiter mitgliederstärkstes deutsches Bistum

, Bistum Münster, Kreisdekanat Borken, Kreisdekanat Coesfeld, Kreisdekanat Kleve, Stadtdekanat Münster, Offizialatsbezirk Oldenburg, Kreisdekanat Recklinghausen, Kreisdekanat Steinfurt, Kreisdekanat Warendorf, Kreisdekanat Wesel

Das Bistum Münster ist weiterhin das mitgliederstärkste deutsche Bistum. Das geht aus der kirchlichen Statistik für das Jahr 2025 hervor, die am 16. März bundesweit veröffentlicht wurde. Ende vergangenen Jahres zählte das Bistum Münster 1.589.793 Katholikinnen und Katholiken und damit rund 12.000 mehr als das Erzbistum Köln, das lange das mitgliederstärkste deutsche Bistum war. Die Zahl ist im Bistum Münster um gut 40.000 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Die Zahl der Kirchenaustritte lag 2025 mit 22.068 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (22.613). 330 Personen, die sie früher einmal verlassen hatten, traten im Bistum Münster im vergangenen Jahr wieder in die katholische Kirche ein, hinzu kamen 170 Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. Wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster am 16. März weiter mitteilte, wurden 2025 im Bistum 9.937 Menschen durch die Taufe in die Kirche aufgenommen, rund 700 weniger als 2024. Gestiegen ist dagegen im vergangenen Jahr im Bistum Münster die Zahl der Menschen, die sonntags an der Messe teilnahmen. Sie lag 2025 bei knapp 88.000 und damit um gut 2.800 über der aus dem Jahr 2024. Gestiegen sind auch die Erstkommunionen mit gut 13.500 (13.300 im Jahr 2024). Leicht zurückgegangen sind dagegen die Firmungen von 8.505 auf 8.260. Rückgänge gab es zudem 2025 auch bei den kirchlichen Trauungen (2025: 1.570; 2024: 1.765) und Bestattungen (2025: 17.194; 2024: 17.344).

Dr. Antonius Hamers

© Bischöfliche Pressestelle/Achim Pohl

Der Diözesanadministrator des Bistums Münster, Dr. Antonius Hamers, erklärt zu den Zahlen:
„Seit einem Jahr leite ich das Bistum Münster übergangsweise und tue dies noch, bis der neue Bischof in sein Amt eingeführt wird. In diesem Jahr habe ich insbesondere die folgende Erfahrung gemacht: Der Glaube an Jesus Christus ist im Bistum Münster sehr lebendig. Sicher: viele Zahlen gehen zurück. Aber: Das Engagement von Christinnen und Christen im Bistum Münster ist nach wie vor herausragend. Wie viel ärmer wäre unsere Gesellschaft ohne diese Menschen, die auf vielfältige Weise in der Nachfolge Jesu Christi leben. 

Es geht mir nicht darum, die Veränderungen, in denen wir uns als katholische Kirche im Bistum Münster befinden, kleinzureden. Aber: Die katholische Kirche im Bistum Münster ist nach wie vor eine starke Gemeinschaft. Mein Dank gilt allen, die durch ihre Zugehörigkeit zur Kirche, durch ihre Kirchensteuer oder mit Spenden unsere Arbeit unterstützen. Insbesondere danke ich herzlich all denjenigen, die sich als Haupt- und Ehrenamtliche in unseren Gemeinden und Einrichtungen engagieren und der Botschaft Jesu Christi auch in säkularen Zeiten ein Gesicht geben.

Wir müssen nicht depressiv sein, sondern können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Unser Glaube und unsere Hoffnung gründen in einem Gott, der sich jedem Menschen zuwendet. Wie unfassbar großartig ist diese Botschaft. Und wie viele Menschen erfahren diese Botschaft noch immer tagtäglich aufs Neue: Das fängt an bei Kita-Kindern und ihren Eltern, reicht über Schülerinnen und Schüler oder Menschen, die von der Caritas oder Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung erfahren bis hin zu unseren Haupt- und Ehrenamtlichen selbst. Damit diese Menschen den Glauben an Jesus Christus als Bereicherung erfahren, müssen und möchten wir eine einladende, offene, tolerante und glaubhafte Kirche sein, die zwar nicht jedem Zeitgeist hinterherläuft, aber nah dran ist am Puls der Zeit und an den Lebenswirklichkeiten vieler Menschen. Ich bin überzeugt: Gerade in den krisenhaften Zeiten, in denen wir leben, kann uns der Glaube Hoffnung und Zuversicht geben. Der Glaube wird uns helfen, diese Herausforderungen zu meistern.“ 

Die wichtigsten Zahlen für das Jahr 2025 aus dem Stadtdekanat Münster, aus den Kreisdekanaten und aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg (in Klammern die Zahlen des Jahres 2024) finden sich in der folgenden Tabelle:

  Katholikenzahl Austritte Gottesdienstteilnehmer Taufen Trauungen
Warendorf 173.553 (178.619) 2.403 (2.241) 8.952 (8.955) 1.015 (1.119) 167 (162)
Münster 117.577 (121.267) 2.227 (2.658) 6.710 (6.287) 583 (620) 125 (132)
Borken 215.331 (220.207) 2.762 (2.977 12.427 (12.908) 1.637 (1.731) 204 (237)
Steinfurt 202.247 (207.883) 3.239 (3.008) 9.707 (9.635) 1.208 (1.384) 189 (226)
Coesfeld 142.184 (145.553) 1.888 (1.992) 7.820 (7.438) 995 (1.030) 176 (188)
Recklinghausen 169.829 (174.709) 2.335 (2.143) 8.160 (7.983) 1.037 (1.133) 186 (221)
Kleve 164.486 (167.861) 1.552 (1.974) 9.588 (9.880) 967 (984) 137 (151)
Wesel 173.963 (179.057) 2.505 (2.568) 7.608 (6.814) 850 (935) 155 (157)
Oldenburg 230.623 (235.388) 3.157 (3.052) 16.950 (15.134) 1.645 (1.697) 231 (291)

Dr. Stephan Kronenburg