Chaldäische Bischöfe besuchen Gemeinde der arabischsprachigen Christen

, Stadtdekanat Münster

Die chaldäischen Bischöfe Azad Sabri Shaba und Felix Dawood Al-Shabi aus dem Irak haben die Gemeinde der arabischsprachigen katholischen Christen und Christinnen in Münster besucht. Die chaldäische Kirche gehört zu den katholischen Ostkirchen und hat ihre historischen Wurzeln vor allem im Irak. Im Auftrag des neuen chaldäischen Patriarchen, Mar Paul III. Nona, informierten sich die Bischöfe über die Situation der chaldäischen Gläubigen in Münster.

In der St.-Pius-Kirche feierten die chaldäischen Bischöfe Azad Sabri Shaba und Felix Dawood Al-Shabi einen Gottesdienst mit den Gläubigen.

© Marie Maaz

Joana Gewand, Referentin für die Gemeinden anderer Sprachen und Riten sowie Ostkirchenbeauftragte im Bistum Münster, erklärte in ihrem Grußwort: „Diese Gemeinde ist ein besonderes Zeichen der Einheit in der Vielfalt. Hier kommen Gläubige verschiedener katholischer Ostkirchen zusammen – Chaldäer, syrisch-katholische, melkitische und maronitische Christinnen und Christen. Gemeinsam feiern sie ihren Glauben, tragen einander und haben hier in Münster eine geistliche Heimat gefunden.“

Der Besuch unterstreiche die enge Verbundenheit zwischen den Herkunftskirchen und den Gläubigen, die heute im Bistum Münster leben. Zugleich machte er deutlich, dass die arabischsprachige Gemeinde für viele Katholikinnen und Katholiken der Ostkirchen zu einer kirchlichen Heimat geworden ist.

Pfarrer Obeid Charbel hob die Bedeutung dieser Gemeinschaft hervor: „Kirchliche Heimat ist nicht nur dort, woher wir kommen, sondern auch dort, wo die Kirche uns aufnimmt, begleitet und unseren Glauben mitträgt. Unser besonderer Dank gilt dem Bistum Münster, das den Gläubigen der katholischen Ostkirchen arabischer Sprache Raum, Unterstützung und eine geistliche Heimat schenkt.“

Auch Weihbischof em. Dieter Geerlings, der die Grüße von Bischof Heiner Wilmer überbrachte, würdigte den Besuch: „Die chaldäische Kirche ist im Irak eine Minderheit. Wir freuen uns, dass Sie im Namen Ihres Patriarchen die Gemeinde besuchen und sich über die Situation der Gläubigen in Deutschland informieren. Wir können viel voneinander lernen und bereichern uns gegenseitig.“