Chorfahrt nach Leipzig

, Kreisdekanat Steinfurt

Leipzig, die Stadt von Bach und Mendelssohn, war Ziel einer Chorfahrt des Kreisdekanates Steinfurt. 44 Sängerinnen und Sänger machten sich vom 3. bis 7. Juni auf den Weg. Begleitet wurde die Gruppe von Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Kaiser, die musikalische Leitung lag in den Händen von Regionalkantorin Andrea Brinkhaus-Wermers.

44 Sängerinnen ud Sänger nahmen an der Chorfahrt des Kreisdekanates Steinfurt nach Leipzig teil. Die musikalische Leitung hatte Andrea Brinkhaus-Wermers.

© Kreisdekanat Steinfurt

Im Mittelpunkt der Chorfahrt stand die gemeinsame Musik. In vier intensiven Proben wurden fünf Chorsätze von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bach einstudiert. Dabei trafen die Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Chören des Kreisdekanates mit unterschiedlichen Chorerfahrungen aufeinander. Andrea Brinkhaus-Wermers gelang es, aus den vielen einzelnen Stimmen einen homogenen und ausdrucksstarken Chorklang zu formen.

Neben der musikalischen Arbeit bot die Reise zahlreiche Gelegenheiten, Leipzig und seine Geschichte kennenzulernen. Sowohl bei einer Stadtrundfahrt als auch zu Fuß auf der „Leipziger Notenspur“ begegnete die Gruppe den Spuren bedeutender Komponisten. Ein Ausflug führte nach Merseburg, wo die Teilnehmenden bei einer Führung unter dem Titel „Von Raben und Zaubersprüchen“ die 1150-jährige Geschichte der Stadt erkundeten.

Auch geistliche und gesellschaftliche Themen hatten ihren Platz. Besondere Akzente setzte ein Vortrag von Prof. em. Dr. Eberhard Tiefensee. Er gab Impulse für die Auseinandersetzung mit Kirche und Glaube in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft. Einen konkreten Eindruck davon, wie lebendig kirchliches Leben in Leipzig gestaltet wird, gewann die Gruppe bei der Teilnahme am zentralen Fronleichnamsgottesdienst der Leipziger Pfarrgemeinden auf der Galopprennbahn Scheibenholz.

Den musikalischen Höhepunkt der Chorfahrt bildete schließlich die Mitgestaltung der Vorabendmesse in der modernen Leipziger Propsteikirche St. Trinitatis. Dort konnte der Projektchor die Ergebnisse seiner intensiven Probenarbeit präsentieren und zugleich die verbindende Kraft der Musik erleben.

Mit vielen neuen Eindrücken und der Erfahrung, dass gemeinsames Singen Menschen verbindet und Brücken zwischen Himmel und Erde schlagen kann, kehrten die Teilnehmenden nach Hause zurück.

Text: Anne Jürgens