
Der freundliche Empfang und die Beratung von Gästen gehören zu Claudia Witthakes Aufgaben.
© Bistum MünsterFür die Arbeit dort bringt Claudia Witthake reichlich Erfahrung mit. Erstmals als Helferin dabei war sie beim 750-jährigen Jubiläum des St.-Paulus-Doms in ihrer Heimatstadt 2014. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich für die folgenden Katholiken- und die evangelischen Kirchentage als Helferin gemeldet habe“, sagt sie. Bei den beiden wechselweise jährlich stattfindenden kirchlichen Großevents sei inzwischen „eine richtige Helfendengemeinde entstanden, man trifft die Leute Jahr für Jahr wieder.“
Auch beim Münster-Marathon packt die 57-Jährige jedes Jahr ehrenamtlich mit an. „Das und die Katholiken- und Kirchentage sind Veranstaltungen, bei denen die Menschen so dankbar und freundlich sind“, weiß sie, „dieses Feedback ist schön, vor allem, da ich beruflich mit teils schwer traumatisierten Menschen und entsprechenden Konfrontationen zu tun habe. Da ist das ein wohltuender Kontrast.“
In Würzburg gehören das Herrichten und Aufräumen der Veranstaltungsräume und die Lenkung der Besucherinnen und Besucher zu ihren Aufgaben. Manchmal muss sie auch, natürlich freundlich, Menschen abweisen, wenn diese zu spät zu einer Veranstaltung kommen oder diese voll ist. Da der Standort nah am Hauptbahnhof liegt, fragen zudem immer wieder Menschen nach einem Weg. Und weil das Matthias-Ehrenfried-Haus als familienfreundliche offene Einrichtung bekannt ist, kommen auch viele Einheimische vorbei, zum Wickeln ihres Kindes, auf einen Kaffee oder einfach eine Pause im Großstadttrubel.
Witthake mag diese Abwechslung. „Jetzt gerade läuft ein inklusiver Gottesdienst, heute Nachmittag ein Heavy-Metal-Gottesdienst“, nennt sie ein Beispiel. Und ergänzt: „Zu dieser Vielfalt trägt auch die Mischung von Kirche und Begegnungseinrichtung als Einsatzort bei.“
Die Helfenden arbeiten in drei Schichten, von denen eine sechs bis sieben Stunden umfasst. „So sind wir immer doppelt besetzt, das ist alles entspannt“, findet die Münsteranerin, die sich freut, dass sie auf diese Weise auch selbst Katholikentagsangebote wahrnehmen kann.
Freiraum ist ihr auch während der Schicht wichtig, zum Glück gestehe die zuständige Objektleitung den Helfenden diesen zu. So bleibe bei aller Arbeit Luft für spannende Gespräche – nicht nur in der Straßenbahn.
Anke Lucht
