Das Regionalbüro Mitte sammelt Mobiltelefone und spendet den Erlös
24 Kilogramm Gold, 250 Kilo Silber und 9000 Kilo Kupfer – so viel Metall steckt in alten Mobiltelefonen.
Eine Millionen Handys muss man sammeln, um auf diese Mengen zu kommen. Ganz so viele Telefone werden es bei dem Projekt von Stephan Schröer wahrscheinlich nicht, aber auch mit weniger Handys können er und das Team vom Regionalbüro Mitte in Dülmen helfen.
Derzeit absolviert der 31-jährige Schröer, aus Selm stammend, als Praktikant im Regionalbüro, das Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendseelsorge in den Kreisdekanaten Borken, Coesfeld und Recklinghausen ist, sein Praxissemester. Ein wichtiges Projekt für ihn ist die Sammelbox für Handys, die derzeit gemeinsam mit dem missio-Truck im Bistum unterwegs ist. "Die Aktion gab es schon vorher, allerdings in anderer Form", sagt Schröer. Er konzipierte den Plexiglaswürfel und gleich noch eine zweite Box, in der ein "Fairphone" ausgestellt wird und ein Tablet-Computer, auf dem ein passender Film zu dem fair hergestellten Handy zu sehen ist.
Besonders Schüler sind es, die ihre alten Telefone mitbringen und in den durchsichtigen Würfel schmeißen. Da man die gesammelten Handys sehen kann, macht die Box zudem neugierig, sind in ihr doch Handymodelle aus vielen Jahren zu finden. Sorgen zu machen, dass die Telefone weiter verwendet werden und Fremde so Zugriff auf womöglich noch gespeicherte Adressen oder Fotos haben, muss sich übrigens niemand. Schröer erklärt: "Die Handys kommen zu einem Recycling-Unternehmen, alle Daten, die noch gespeichert sind, werden komplett vernichtet."
Rund 200 alte Telefone sind so bereits zusammengekommen: "Vom Recycler bekommen wir für jedes Handy 90 Cent, die wir direkt an ein missio-Projekt in Syrien weiterleiten", berichtet Schröer. Damit wird direkt ein Bogen gespannt, schließlich geht es beim missio-Truck, neben dem die Sammelbox aufgestellt wird, auch um Krieg, Flucht und Vertreibung. "Das wird schon gut angenommen, wir bekommen ein positives Echo auf die Aktion", freut sich Schröer.
Derzeit ist das Projekt nur bis zum Ende des Monats geplant, so lange, wie der missio-Truck noch im Bistum unterwegs ist. Immerhin gibt es Überlegungen, wie es weitergehen könnte. So könnte die Box an Pfarrgemeinden oder interessierte Gruppen ausgeliehen werden, "aber das sind nur Überlegungen", betont Schröer.
Das Regionalbüro Mitte wird in jedem Fall weiter alte Handys für einen guten Zweck sammeln, Kontakt zum Team gibt es per Mail an regionalbuero-mitte[at]bistum-muenster.de. Der missio-Truck steht bis Ende November noch in Borken, Vreden, Münster und Gronau, die genauen Termine stehen im Internet auf der Seite http://www.missio-truck.de .
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
