DBK-Vize Gerber gratuliert Bischof Wilmer

, Bistum Münster

Papst Leo XIV. hat heute (26. März 2026) den bisherigen Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, zum neuen Bischof von Münster ernannt. Er wird die Nachfolge von Bischof em. Dr. Felix Genn antreten, der am 9. März 2025 in den Ruhestand getreten ist. Erst vor wenigen Wochen wurde Bischof Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

Bischof Dr. Michael Gerber, stv. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

© DBK/Marko Orlovic

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Michael Gerber, gratuliert dem neuen Münsteraner Bischof und schreibt in einem Brief: „Eine große Aufgabe liegt vor Dir und ich wünsche Dir die Kraft und den Beistand Gottes. Die Teams in Bonn und Münster werden dich tatkräftig unterstützen, damit Du Deine beiden neuen Ämter in guter Weise bewältigen kannst. Ausdrücklich schließe ich auch das Team in Hildesheim mit ein, das ich bei meinen Besuchen dort kennen- und schätzen lernen durfte und das Dich in dieser Phase des Übergangs begleiten wird.“

Es seien bewegte Zeiten für Gesellschaft und Kirche und nun auch für den neuen Bischof von Münster, so Bischof Gerber: „Flächenmäßig ausgedehnt, beherbergt das Bistum Münster nunmehr die größte Zahl von Katholikinnen und Katholiken in Deutschland. Ich bin davon überzeugt: Deine bisherigen Wegstationen haben Dir viel an Kenntnis und Erfahrung für diese neue Aufgabe mitgegeben. Ich wünsche Dir sehr, dass Du die Zeit findest, mit möglichst vielen Menschen zusammenzutreffen und bald in Münster heimisch zu werden.“ Es sei zu erahnen, was die doppelte Aufgabe – ein Bistum neu kennenzulernen und Vorsitzender der Bischofskonferenz zu sein – bedeutet. „Aber ich bin mir sicher, dass Du mit Perspektive und Geschick, mit Positionierung und klaren Worten, mit dem mutigen Blick nach vorne und dem gleichzeitigen Blick für das Ganze die vor Dir liegenden Aufgaben gut bewältigen wirst. Dazu biete ich Dir selbstverständlich meine ganze Unterstützung an. Wer Deine Wortmeldungen und Deine Veröffentlichungen studiert, der stellt fest, dass Dich eine tiefe geistliche Grundhaltung prägt. Das ist ein großer Schatz und ich bin überzeugt: Dies wird Deinen Weg in und mit dem Bistum Münster und mit unserer Bischofskonferenz entscheidend prägen“, so Bischof Gerber. Er fügt in seinem Brief hinzu: „Mit den Menschen zwischen Harz und Nordsee verbinden Dich viele prägende gemeinsame Erfahrungen der vergangenen Jahre. Oft waren esherausfordernde Zeiten, wenn ich an die Bewältigung der Corona-Pandemie denke oder an die Aufarbeitung des Umgangs mit sexuellem Missbrauch. Mit Umsicht und Weitsicht bist Du das angegangen und ich bin mir sicher, dass Du genau mit diesem Blick die Aufgaben angehen wirst.“

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen (Emsland) geboren. Im August 1980 trat er in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein und legte 1985 die Ewige Profess ab. Am 31. Mai 1987 wurde Wilmer in Freiburg zum Priester geweiht. Von 1987 bis 1993 studierte er in Rom und Freiburg. Nach verschiedenen Stationen als Referendar und Lehrer in Meppen, Vechta und der New Yorker Bronx wurde er Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup. Von 2007 bis 2015 war Wilmer Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn und im Anschluss bis 2018 Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom. Am 6. April 2018 wurde Heiner Wilmer von Papst Franziskus zum 71. Bischof von Hildesheim ernannt, am 1. September 2018 wurde er zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt. In der Deutschen Bischofskonferenz ist er seit September 2021 Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Er war von 2019 bis 2024 Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wurde am 24. Februar 2026 zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz