
Steffen Tekotte unterrichtet Chemie und Sozialwissenschaften am Bischöflichen St.-Josef-Gymnasium in Bocholt, kurz Kapu. Er ist ein Gesicht der Arbeitgeberkampagne „Dank Dir!“.
© Thomas Mohn
Steffen Tekotte unterrichtet Chemie und Sozialwissenschaften am Bischöflichen St.-Josef-Gymnasium in Bocholt, kurz Kapu. Er ist ein Gesicht der Arbeitgeberkampagne „Dank Dir!“.
© Thomas Mohn„Ans Kapu zu wechseln, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, sagt Steffen Tekotte und meint es genauso: „Ich fühle mich im Westmünsterland zu Hause.“ Seine Frau ist Lehrerin in Rhede, das Paar wohnt auf halber Strecke.
Dass die Stelle am Kapu zur rechten Zeit ausgeschrieben war, als Steffen Tekotte alle Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht hatte, sieht er heute als echten Glücksfall. Schon sein erster Besuch vor Ort habe ihn überzeugt, erinnert er sich: „Die Schule war gut ausgestattet, die Leitung sehr nett, ebenso die Kolleginnen und Kollegen.“ Ein Match. Auch menschlich.
Weil Chemielehrer rar sind, unterrichtet Steffen Tekotte fast ausschließlich die Naturwissenschaft, bei der sich alles um Aufbau, Eigenschaften und Umwandlung von Stoffen dreht: „Aber in diesem Schuljahr konnte ich den Sowi-Leistungskurs übernehmen.“ Was ein bisschen Abwechslung in seinen Schulalltag bringt, auch wenn seine Leidenschaft auf jeden Fall den chemischen Versuchen und Experimenten mit Knalleffekten gilt, wie er nebenbei erwähnt. Während es bei den Naturwissenschaften meist nur eine richtige Antwort gibt, mag er aber auch die Diskussionen mit den Schülerinnen und Schülern zu gesellschaftspolitischen Themen: „Sie sollen lernen, sich eine Meinung zu bilden und sich mit Argumenten zu positionieren.“
Am Kapu, sagt Tekotte, der in seiner Freizeit gerne für größere Gruppen kocht und in Gesellschaft isst, werde viel Wert auf gemeinsame Aktivitäten gelegt. Dazu gehören religiöse Angebote wie die Stufengottesdienste oder die Morgenimpulse in der Fastenzeit, aber auch verschiedene Arbeitsgemeinschaften. Weil Steffen Tekotte im Verein Tischtennis spielt, lag es nahe, dass er die Tischtennis-AG am Kapu übernimmt und auch die Schulmannschaft betreut.
An den bischöflichen Schulen im Bistum Münster schätzt Tekotte den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Er engagiert sich in der Mitarbeitervertretung (MAV): „Es braucht Wege und Formen der Mitbestimmung“, betont Tekotte. Der Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern des Bistums sei offen und konstruktiv: „Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber die Kultur der Auseinandersetzung muss stimmen.“ Und da hat Steffen Tekotte ein gutes Gefühl.
Gudrun Niewöhner
