Der Mensch als verantwortungsvoller Verwalter der Schöpfung 2014

Die Bewahrung der Schöpfung ist gemeinsame Aufgabe aller Christen. Deutlich wird das unter anderem beim Ökumenischen "Tag der Schöpfung" am Freitag (5. September 2014) sowie durch die "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober 2014.

Wertvolle Tipps nicht nur zu diesen Anlässen gibt die gerade erschienene Arbeitshilfe "Staunen – Forschen – Handeln. Gemeinsam im Dienst der Schöpfung".

Herausgegeben von Dr. Michael Kappes, Leiter der Fachstelle "Theologische Grundfragen und Ökumene" im Bistum Münster, ergänzt die Arbeitshilfe das von der ACK-NRW 2010 vorgelegte Grundlagenheft "Gottes Schöpfung feiern und bewahren". Zugleich setzt sie die Reihe der Themenhefte zu den jährlichen Schwerpunktthemen fort.

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema behandelt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK-NRW) die Bewahrung der Schöpfung als Aufgabe, die sich dem christlichen Glauben ebenso stellt wie der naturwissenschaftliche Forschung. Die Leitworte "Staunen – Forschen – Handeln" stehen für unterschiedliche Haltungen und Zugangsweisen des Menschen zu der ihn umgebenden Wirklichkeit, die zusammengehören und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Denn gerade in Fragen der Schöpfungsbewahrung wird leicht ein Gegensatz zwischen Glauben und naturwissenschaftlicher Forschung aufgebaut, demzufolge die einen scheinbar die Schöpfung bewahren und die anderen sie gefährden. Tatsächlich kann zwar ein naiver Fortschrittsglaube – etwa in der Gen- oder der Atomforschung – problematische Auswirkungen haben. Daraus sollte aber keine generelle Skepsis oder gar Ablehnung der wissenschaftlichen Erforschung der Welt und des gestalterischen Umgang des Menschen mit ihr entstehen.

Verantwortlicher menschlicher Umgang setzt Forschen und Handeln voraus, das Lebensgrundlagen für alle sichert, auch für die künftigen Generationen. Wer das "erkennt", "erkennt" zugleich an, dass der Mensch nicht Schöpfer und Herr der Welt ist, sondern selbst Geschöpf und damit treuhänderischer Verwalter der Schöpfungsgüter. Das Schwerpunktthema ruft so zum Dialog zwischen christlichem Glauben und naturwissenschaftlicher Forschung auf und ermutigt zu gemeinsamem Handeln.

Die Broschüre enthält neben grundlegenden bibeltheologischen und systematischen Zugängen zum Schwerpunktthema Gottesdienstmodelle für unterschiedliche Zielgruppen zur Gestaltung des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit. Dazu zählen unter anderem ein ökumenischer Familiengottesdienst und eine ökumenische Andacht. Ebenso nennt die Arbeitshilfe mehrere liturgische Gestaltungselemente. Sie gibt außerdem praktische Anregungen für den Einzelnen und für Gemeinden, wie sie ihre Schöpfungsverantwortung konkret umsetzen können. Ein Anhang mit zentralen Aussagen der Kirchen zum Thema sowie Hinweise auf weitere Materialien und hilfreiche Links beschließt die Arbeitshilfe, die unter anderem Beiträge von Erich Zenger, Wolfgang Huber, Markus Dröge und Markus Vogt enthält.

Die Arbeitshilfe steht unter www.ack-nrw.de/downloads/2014/Arbeitshilfe_Staunen-Forschen.pdf zum Download bereit. Außerdem können Interessierte sie bestellen: postalisch unter Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen, Domplatz 27, 48143 Münster, telefonisch unter 0251/495–319 sowie per E-Mail unter info[at]ack-nrw.de . Die Arbeitshilfe kostet pro Exemplar zwei Euro, ab einer Bestellmenge von 100 Exemplaren je 1,50 Euro. Zusätzlich wird eine Versandkostenpauschale erhoben.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de