Diözesanversammlung der DPSG
Pläne für die Zukunft schmiedete die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Münster am Wochenende des 23. und 24. November 2013 auf ihrer Diözesanversammlung 2013 in der Jugendbildungsstätte Gilwell St. Ludger in Haltern am See.
So festigte der katholische Jugendverband mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags für zehn Jahre seine Beziehungen zu bolivianischen Pfadfindern in Santa Cruz. Im Amt einstimmig bestätigt wurde Diözesankurat Thomas Hatwig. Er wird den Verband weitere drei Jahre geistlich begleiten. Die rund 100 Pfadfinder und Pfadfinderinnen, die aus dem gesamten Bistum nach Haltern gereist waren, beschäftigten sich darüber hinaus mit dem Problem des Leitermangels.
Auch eine Reihe neuer Diözesanreferenten wurde ernannt. Matthias Pfeil tritt die Nachfolge von Christina Meyer-Braak an, die seit 2005 im Arbeitskreis Internationale Gerechtigkeit aktiv war und ihn drei Jahre als Referentin leitete. Um eine paritätische Besetzung zu gewährleisten, übernimmt Anke Lenk den Referenten-Posten im Rover Arbeitskreis von Aron Lewandowski. Darüber hinaus wurde Julia Krannich als Referentin vom Wölflings-Arbeitskreis verabschiedet und Georg Bienemann zum Referenten des Arbeitsbereiches Verbandsgeschichte und Archivwesen ernannt.
Mit einer Live-Video-Schaltung nach Bolivien verdeutlichten die Georgspfadfinder die internationale Ausrichtung ihres Verbandes. Für zehn Jahre unterzeichneten sie einen Partnerschaftsvertrag zwischen der Asociación de Scouts de Bolivia (ASB) Distrikt Santa Cruz und dem Diözesanverband Münster. Ziel ist es, die Beziehungen zu festigen und lebendig zu halten. Diese Pläne setzen die Pfadfinder im kommenden Jahr in die Tat um: Bolivianische Pfadfinder kommen zu einem Austausch nach Münster und werden unter anderem in einer Wohngemeinschaft mit deutschen Pfadfindern zusammen leben.
Ein weiteres wichtiges Thema war "DPSG im Wandel". Angesichts veränderter Strukturen und einer zunehmend schwierigen Leitersituation in den lokalen Stämmen wurde diskutiert, wie sich der Verband neu strukturieren soll. Die Nachfrage nach Gruppenstunden und anderen Angeboten ist weiterhin gegeben, den Anmeldungen der Kinder und Jugendlichen stehen jedoch aufgrund von Beruf, Studium und entsprechenden Wegzügen weniger Leiter gegenüber. Die Pfadfinder beschlossen, ein Konzept mit Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Gleichzeitig möchten sie den Stämmen vor Ort eine praktikable Antwort bieten, wie sie den Grundsatz der DPSG "Leiten ab 18" realistisch umsetzen können.
Text/Foto: Mechthild Weskamp
Kontakt: info[at]dpsg-muenster.de
