Dom-Messdiener schrubbten Leezen für Sozialprojekte des Domjubiläums
Am Ende strahlten rund 70 Fahrräder in neuem Glanz - und die Ministranten des St. Paulusdoms freuten sich über ein Plus von mehr als 550 Euro in ihrer Messdiener-Kasse.
Dafür hatten sie sich bei ihrer Putzaktion am Samstag, 20. September 2014, mächtig ins Zeug gelegt und so manche Leeze gegen Spende von hartnäckigen Dreckkrusten entfernt.
Schon seit vielen Jahren, so Henri Thomas, Sprecher der Dom-Messdiener, finde die Fahrradputzaktion einmal jährlich am Klarissenkonvent statt. Vorzugsweise wählen die jugendlichen Domhelfer - von denen sich in diesem Jahr rund 30 bei der Putzaktion engagiert hatten - dafür den Markttag.
"Besser könnte es gar nicht laufen", sagte ein älterer Herr, er sei "über diesen hervorragenden Service" immer bestens informiert. Während er seine Besorgungen auf dem Wochenmarkt erledige, werde sein Rad auf Hochglanz poliert. Und die dreiviertel Stunde, die das Reinigen in Anspruch nehme, reiche exakt aus, um nach den Einkäufen noch einen Kaffee zu trinken. In dieser Zeit wurde das Hollandrad des Seniors mit einem Hochdruckreiniger von gröberem Schmutz befreit, trocken poliert und mechanische Teile erfuhren eine neue Schmierung.
"Eine ganz wunderbare Idee" sei das, bestätigte auch eine weitere Kundin: "Das müsste es öfters geben. Da kann ich mir sicher sein, dass das Rad nachher nicht nur pikobello sauber, sondern in dieser Zeit auch gut aufgehoben ist". Denn zweimal seien ihr bereits die Packtaschen in der Stadt gestohlen worden.
Der Service der Packtaschen- und Einkäufe-Aufbewahrung war bei der Aktion der Messdiener inbegriffen. Entsprechend großzügig seien die Spenden der Radfahrer ausgefallen, berichteten die Domhelfer am Ende.
Ganz nebenbei warben die zufriedenen Kunden gerne für ein besonderes Ereignis: Jedes geputzte Fahrrad bekam einen Schonbezug für den Sattel mit dem Logo des 750-jährigen Domjubiläums gratis. Zudem konnten Fahrradklingeln mit der Jubiläumssignatur käuflich erworben werden.
Die Hälfte der Spenden kommen nun einem Sozialprojekt im Rahmen des Domjubiläums zugute. "Die andere Hälfte bleibt in der Messdiener-Kasse", erklärte Thomas. Bald stehe die Messdienerfahrt nach Dresden an, da könne man die Einnahmen der Fahrradputzaktion prima einsetzen.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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