Dompropst Schulte zieht positive Bilanz nach einem Jahr Videostreaming
Eine "durch und durch positive Bilanz nach einem Jahr Live-Fernseh-Übertragungen aus dem Paulusdom ins Internet" hat Dompropst Kurt Schulte am 2. Dezember gezogen: "Wer mag, kann immer mal wieder dem Geschehen in unserer Kathedrale folgen – und viele nutzen diese Gelegenheit gerne".
Erstmalig hatte es im April 2013 eine Video-Ausstrahlung des Requiems für Altbischof Dr. Reinhard Lettmann gegeben, die bereits zu einer "außerordentlich großen Resonanz von weit mehr als 10.000 Abrufen" geführt hatte, lobte Schulte. Im Nachgang zu dieser Pilotübertragung hatte die Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Generalvikariat die technische Ausstattung in der Videoregie im Dom vervollständigt und ein Team freier Mitarbeiter gefunden und geschult.
In den Regelbetrieb übergegangen sind die Live-Streamings im Dezember 2013. Seit dem Adventssingen 2013 sind bis zum Ende des Kirchenjahres im November 2014 insgesamt 50 besondere Gottesdienste, Andachten, musikalische und Vortragsveranstaltungen im Internet verbreitet worden.
"Gemeinsam ist den ausgewählten Anlässen, dass sie im Bistum und darüber hinaus auf Interesse treffen könnten" – so beschrieb der Dompropst das Auswahlkriterium. Ziel sei es, die Vielfalt der Liturgien und musikalischen oder kulturellen Aktivitäten im Hohen Dom abzubilden. Dementsprechend gebe es keine Übertragungen bestimmter wiederkehrender Gottesdienste, wie sie aus zahlreichen anderen Kirchen und Kathedralen angeboten würden, sondern anlassbezogene Ausstrahlungen. Gedacht habe das Münstersche Domkapitel die Live-Streamings für Menschen, die gerne im Dom dabei wären, unabhängig davon, ob sie durch Alter oder Krankheit gehindert seien oder weil sie sich mit dem Dom oder den gerade dort beteiligten Personen verbunden fühlten.
Als Höhepunkte bezeichnete Schulte die Sendungen im Zuge der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz und während des Domjubiläums ‚750 Jahre St.-Paulus-Dom‘. Beide Anlässe hätten "eine sehr gute Akzeptanz" gefunden: etwa 24.000 Zugriffe während der Bischofskonferenz, rund 10.000 Abrufe während es Jubiläumswochenendes. Nahezu jede Übertragung käme auf mehr als 500 User, die Tendenz sei steigend: "Das Streaming versammelt regelmäßig mehr Menschen am Bildschirm, als der Dom noch fassen könnte", freute sich Schulte.
Auch die Rückmeldungen von Zuschauern seien überwiegend positiv. In Briefen oder E-Mails gebe es "viel Zustimmung, Dank und Lob", beobachtete der Dompropst. Zahlreiche Interessenten würden zudem Mitschnitte der Ausstrahlungen auf DVD anfordern, die von der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit verschickt werden.
Realisiert werden die Übertragungen jeweils durch zwei Honorarkräfte. Eine verantwortet die Regie und sorgt für Bauchbinden und Infotafeln, die andere übernimmt Kamerafernsteuerung und Bildmischung. Nachdem das Angebot sich etabliert hat, wurde das ursprünglich sechsköpfige Stream-Team inzwischen durch drei Nachwuchskräfte ergänzt.
Die Videoübertragungen aus dem Hohen Dom zu Münster sind im Internet zu sehen auf www.paulusdom.de, www.bistum-muenster.de, www.kirchensite.de und in der Regel auch auf www.katholisch.de. Wer den Livestream sehen möchte, ruft die entsprechende Internetseite eine Minute vor Sendebeginn auf.
Die jeweils anstehenden Übertragungs-Termine sind stets aktuell zu finden auf www.paulusdom.de/live. Nächster Anlass ist die feierliche Aussendung des Friedenslichtes von Betlehem mit den Georgspfadfindern am dritten Adventssonntag, 14. Dezember um 17 Uhr.
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
