Eucharistischer Kongress: Oldenburger feiern Fest des Glaubens
Rund fünfundvierzig Katholiken aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg konnten am Wochenende in Köln den nationalen Eucharistischen Kongress erleben. Zu Fuß oder mit dem Bus sind sie in drei Gruppen angereist, organisiert von der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, Garrel und vom Offizialat Vechta.
Auch als Einzelpilger nahmen einige Oldenburger Katholiken am großen Fest des Glaubens teil.
Geboten wurde ihnen viel: Katechesen, d.h. Glaubensunterweisungen, Eucharistiefeiern, Konzerte, ein aufwändig illuminierter Dom, Anbetungen und viel gemeinsame Zeit als Glaubensgemeinschaft. Bei strahlend blauem Himmel über der Domstadt erlebten die Teilnehmenden inhaltliche Impulse, spirituelle Bereicherung, Gespräche über ihren Glauben, Geselligkeit und fröhliche Stunden am Rhein.
Der Einladung der Deutschen Bischofskonferenz folgte auch eine zwölfköpfige Gruppe um Pfarrer Paul Horst aus Garrel. Anders als die restlichen Oldenburger sind sie erst am Freitag angereist und begannen das Wochenende mit dem Fest des Glaubens in der Kölner Lanxess-Arena. Viele Tausend Menschen genossen hier musikalische Acts. Ein Highlight war dabei der Auftritt der Kölner Band Bläck Föös.
Fester Bestandteil jedes Kongresstages waren die Katechesen der deutschen Bischöfe. Gemeinsam mit Weihbischof Heinrich Timmerevers entschieden sich die Garreler am Samstagmorgen für die Unterweisung des Münchener Erzbischofes Reinhard Kardinal Marx unter dem Titel "Herr, zu wem sollen wir gehen?" – Zu dem, der uns vorausgegangen ist". "Mitreißend" habe er gesprochen, fand Marlies aus Beverbruch. "Mich hat gefreut, dass er verständlich rüberkam, er hat gute Ideen vermittelt", bestätigte auch Elisabeth. Marx motivierte die Menschen, positiv an ihren Glauben heranzugehen. "Wie sollen wir evangelisieren, wenn wir keine Hoffnung ausstrahlen?", fragte er die Gemeinde in der bis auf den letzten Platz gefüllten Gereonskirche. Am Beispiel von Beerdigungen, die seiner Meinung nach mit einem Requiem und dem aufgebahrten Sarg in der Kirche zelebriert werden sollten, motivierte er die Zuhörer dazu, Veränderungen durch eigenes Vorleben voranzubringen. Die zwölf Garreler waren in Köln viel gemeinsam unterwegs. Nach dem geistigen Input und der Eucharistie am Vormittag bot sich ihnen in der Philharmonie ein eindrucksvolles Schauspiel. Bei den Kathedralklängen luden Kammerchöre deutscher Kathedralen zum Konzert. Viel Geduld investierten die Pilger am Abend um lux eucharistica, also den mit Licht, Ton und Text inszenierten Dom, erleben zu können. Lange Schlangen machten dies an den Vortagen unmöglich. Das Schauspiel sei der Hammer gewesen heißt es, eines von vielen Highlights des Treffens. "Hier wurde so viel geboten, einfach klasse, jeder Tag hier hätte die ganze Reise", resümierte Peter.
Am Sonntag feierten alle Oldenburger mit mehreren Zehntausend Menschen im Rhein-Energie Stadion den feierlichen Höhepunkt des generationsübergreifenden Festes des Glaubens. Zelebriert von Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, rundete ein großer Abschlussgottesdienst den Eucharistischen Kongress 2013 ab.
Text/Bild: BMO Vechta
Kontakt: Johannes.Hoernemann[at]bmo-vechta.de
