Fenja Kulemann aus Münster absolviert Freiwilligendienst in Uganda

Den Reiseführer über Uganda hat Fenja Kulemann schon von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen. Denn sie weiß, es ist nicht verkehrt, sich auch vorher schon über das Land zu informieren, in dem man das kommende Jahr verbringen wird.

Anfang August ist es so weit, dann wird die 19-Jährige einen Freiwilligendienst in dem ostafrikanischen Land antreten und unter anderem mit Kindern und Jugendlichen in einer Schule zusammenarbeiten. Träger des Dienstes ist das Bistum Münster.

Schon lange weiß die Hiltruperin, dass sie nach dem Abitur "erstmal etwas anderes machen" möchte als lernen. Spätestens seit dem Freiwilligendienst ihrer Schwester vor fünf Jahren in Tansania steht auch für Fenja fest, dass es für sie ins Ausland gehen soll. Aber nicht etwa nur um zu reisen, sondern um sich zu engagieren und Menschen vor Ort zu unterstützen. Nun liegen die letzten Prüfungen hinter ihr, das Abiturzeugnis hält sie in den Händen und in wenigen Wochen geht es los.

Zusammen mit ihrer Mitfreiwilligen Lea wird sie nach Lukumbi reisen, rund zwei Autostunden von der ugandischen Hauptstadt Kampala entfernt. Dort wird sie im Projekt "Ewaldi Children Education Fund" (ECEF) arbeiten, das – finanziert über Patenschaften – Waisenkindern den Schulbesuch und das Leben im Internat ermöglicht. 2007 rief der Pastoralreferent Andre Bösing aus Bocholt das Projekt zusammen mit einem ugandischen Sozialarbeiter ins Leben. Fenja und Lea werden dort – ähnlich wie die jetzigen zwei Freiwilligen – voraussichtlich in der Vor- und Grundschule des Projekts arbeiten und nachmittags Freizeitangebote für die Kinder gestalten.

"Ich freue mich darauf, dass wir uns dort auf ganz verschiedene Weise einbringen und auch Ideen ausprobieren können", sagt Fenja. Ein schon bestehendes Angebot hat es der 19-Jährigen besonders angetan: "Ich weiß, dass es dort eine Gruppe der Schüler gibt, die sich ‚dance and drama‘ nennt, vielleicht kann ich da mitmachen." Denn Tanzen ist Fenjas große Leidenschaft, die sie auch in einem Münsteraner Verein ausübt.

Auch wenn sie hin und wieder Bedenken einholen, weil sie Familie und Freunde vermissen wird, überwiegt doch die Vorfreude auf das, was sie erwartet: "Ich bin gespannt auf die fremde Kultur, auf die vielen Menschen, denen ich dort begegnen werde und auf das Land", sagt Fenja. Raus aus dem Alltag, die deutschen Strukturen vorerst hinter sich lassen und sich auf eine andere Mentalität einlassen – Fenja lässt die Veränderungen gelassen auf sich zukommen.

Seit 1991 ist das Bistum Münster Träger für Freiwilligendienste im Ausland. Mehr als 300 junge Menschen haben bislang über das Bistum diesen Dienst in Lateinamerika und Afrika absolviert. 2016 werden weitere 27 junge Erwachsene einen Freiwilligendienst antreten.

Bildunterschrift: Fenja Kulemann (19) aus Münster wird ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Uganda absolvieren.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 08.07.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann