Förderung für Klimaschutzprojekte vor Ort

, Bistum Münster

„Neben den großen globalen Maßnahmen braucht Klimaschutz viele kleine Schritte an vielen Orten“, sagt Rolf Lohmann. Der Weihbischof in Münster, zugleich Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Umweltfragen, lädt mit diesen Worten ein, den neuen Klimafonds des Bistums Münster zu nutzen. Dieser startet am 1. Juli und ist mit rund 6,5 Millionen Euro ausgestattet.

Weihbischof Rolf Lohmann

© Bistum Münster

Lisa Rahier

© Bistum Münster

Ab dann fördert das Bistum Münster gezielt Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums. Der Klimafonds unterstützt sowohl gebäudebezogene als auch gebäudeunabhängige Projekte. Ziel ist es, bestehendes Engagement zu stärken und zu verstetigen sowie weitere Initiativen anzustoßen.

Zu den förderfähigen gebäudebezogenen Maßnahmen zählen beispielsweise Energieberatungen für kirchliche Gebäude. Darüber hinaus können Fördergelder für gebäudeunabhängige Vorhaben beantragt werden, etwa klimabezogene Bildungsprojekte oder Initiativen zur Bewusstseinsbildung.

Antragsberechtigt sind katholische Pfarreien im NRW-Teil des Bistums Münster für beide Förderbereiche. Alle weiteren katholischen Träger der Pastoral können Mittel für gebäudeunabhängige Maßnahmen beantragen.

Weihbischof Lohmann ist überzeugt, dass Klimaschutz ein kirchliches Anliegen ist. „Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen ist unsere Aufgabe als Christinnen und Christen, nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Blick auf alle Menschen weltweit und auf künftige Generationen“, sagt er. Klimaschutz sei ein wichtiger Teil davon. „Die entsprechenden Schritte vor Ort unterstützen wir als Bistum Münster mit dem Klimafonds. Gleichzeitig danken wir damit allen, die sich in unserem Bistum für Klimaschutz einsetzen, und möchten weitere Aktive dazu ermutigen“, betont Lohmann.

Auch Lisa Rahier, Klimaschutzmanagerin des Bistums, hebt die Rolle der bestehenden Initiativen hervor: „Viele Träger der Pastoral in unserem Bistum setzen sich bereits heute für Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung ein. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Bistums. Mit dem Klimafonds haben wir die Möglichkeit, dieses Engagement gezielt zu unterstützen.“

Mit dem neuen Förderinstrument setzt das Bistum Münster bewusst auf die Kraft dezentraler Initiativen. Klimaschutz soll dort gestärkt werden, wo Menschen Verantwortung übernehmen – in den Gemeinden, Einrichtungen und Projekten vor Ort.

Weitere Informationen zu Fördervoraussetzungen und Antragstellung sind ab Anfang Juli im Internet (Bistum Münster/Klimafonds) abrufbar.

Anke Lucht