Gedenkgottesdienst für verfolgte Christen und Eziden im Dom
Ein Gedenkgottesdienst für verfolgte Christen und Eziden im Irak findet am Mittwoch, 3. August, im St.-Paulus-Dom in Münster statt. Beginn ist um 18 Uhr.
Das Datum ist bewusst gewählt: Am 3. August 2014 überfielen die Truppen des sogenannten "Islamischen Staats“ (IS) das Gebiet Shingal im Irak. Seitdem verüben sie einen Genozid an den Eziden. Zu Tausenden wurden Menschen brutal ermordet.
Auf Initiative des Bistums Münster laden die Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen und die Gemeinde arabischsprachiger Christen am Jahrestag des Überfalls zu dem Gedenkgottesdienst ein. Die Teilnehmenden werden für die Menschen in der Region beten und so ein Zeichen der Solidarität setzen. Dem Gottesdienst vorstehen wird der Stellvertretende Generalvikar des Bistums Münster, Domvikar Dr. Jochen Reidegeld.
Nach seinen Angaben befinden sich bis heute Tausende Frauen und junge Mädchen in der Gefangenschaft des IS. "Dort werden sie als Sexsklavinnen an IS-Kämpfer vergeben oder ins Ausland verkauft. Ihr Leid ist unbeschreiblich“, sagt Reidegeld.
Auch Christen würden systematisch verfolgt und umgebracht. Ziel der Terroristen sei es, Eziden und Christen aus der Region zu vertreiben und auszulöschen. Die größte Angst der Menschen, die dieses Leid erleben müssen, bestehe darin, von der Welt vergessen und allein gelassen zu werden. Dagegen wolle der Gottesdienst ein Zeichen setzen.
Vor dem Gottesdienst ist ein Gedenkzug durch die Stadt Münster bis zum Dom geplant. Dieser startet um 17 Uhr am Marienplatz (Ecke Königstrasse /Klosterstraße).
Text und Foto: Bischöfliche Pressestelle/29.07.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
