Gemeinschaft für geistliche Berufe trifft sich am Wochenende
In der Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe verbinden sich seit mehr als 70 Jahren weltweit viele Tausend Menschen. Im Bistum Münster zählt die Gemeinschaft rund 400 eingetragene Mitglieder. Am kommenden Samstag (1. Juni 2013) findet ab 10 Uhr die diesjährige Begegnung dieser Gemeinschaft bei den Mauritzer Franziskanerinnen in Münster statt.
Dieser Einkehrtag soll Raum zur Besinnung schaffen und den Verantwortlichen neue Impulse für ihre Arbeit mit auf den Weg geben. Pater Manfred Kollig, der auch Leiter des Seelsorgeamtes im Generalvikariat ist, wird dabei zum Thema "Gott kann es ohne uns und mit uns" sprechen. Neben den gemeinsamen Gottesdiensten und der Eucharistischen Anbetung wird Domvikar Michael Rupieper die aktuellen Projekte und Entwicklungen aus der Diözesanstelle Berufe der Kirche vorstellen, die er leitet.
"Berufungen kann man nicht produzieren oder mit den eigenen menschlichen Händen einfach so machen", ist sich Rupieper sicher, "Gott ist es, der beruft." Gerade in Zeiten wachsender Anforderungen an die Kirche und bisweilen rückläufiger Bewerberzahlen für geistliche Berufe dürfe man nicht müde werden, darum zu beten.
Zu einer größeren Begegnung wird es in Kürze beim Eucharistischen Kongress in Köln kommen. Dort trifft die Gebetsgemeinschaft aus der Diözese Münster am Freitag, 7. Juni, auf die Gemeinschaften des ganzen Bundesgebietes und darüber hinaus. Bischof Dr. Felix Genn wird mit den Gruppen in Groß St. Martin die heilige Messe feiern. Auf dieses besondere Ereignis freuen sich schon viele Mitglieder.
Vor nunmehr sieben Jahren wurde die in der Diözese zeitweilig aufgelöste Gemeinschaft vom damaligen Diözesanbischof Dr. Reinhard Lettmann wieder ins Leben gerufen. Nach einem neuerlichen Gründungsakt in Billerbeck wuchs die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe abermals rasch an und fügte sich damit nahtlos ein in die Geschichte der Gemeinschaft, deren Ursprünge in einer kleinen Gemeinschaft in Freiburg liegen, die nur wenige Jahre benötigte, ehe sie von Papst Pius XII. im Jahr 1941 offiziell im Päpstlichen Werk für geistliche Berufe (PWB) integriert und damit anerkannt wurde.
Zu den Mitgliedern zählen Einzelpersonen, aber auch Gruppierungen, die in ihren Heimatorten und Pfarrgemeinden zum Gebet für geistliche Berufungen einladen. Der Donnerstag vor dem Herz-Jesu-Freitag ist einmal im Monat als Weltgebetstag für geistliche Berufe deklariert. Vielerorts werden genau an diesem Tag die Gottesdienste mit der Intention der Gemeinschaften gefeiert.
Bei Rupieper und seinen Mitarbeiterinnen in Münster laufen alle Fäden zusammen. Sie koordinieren die Arbeit der einzelnen Gruppen und Mitglieder und stellen die Verbindung her zwischen der Gebetsgemeinschaft und jungen Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben oder aber mit der Frage nach der eigenen Berufung ringen.
Konkrete Namen von jungen Christen werden dann auch in der Gebetsgemeinschaft verteilt, damit sich die Mitglieder wiederum im Gebet mit einzelnen jungen Menschen und deren Fragen verbinden können. Dieses Konzept sei erprobt und finde auf beiden Seiten hohe Akzeptanz, betont Michael Rupieper. "Die jungen Menschen, die in der Diözesanstelle Berufe der Kirche begleitet werden, sind zutiefst dankbar, wenn sie wissen, dass es da Menschen gibt, die ganz explizit für sie beten. Es gibt ihnen Halt und Kraft."
Die Verbindung im Gebet als gemeinsamer Blick auf Gott und die Menschen, die er beruft, trage nicht zuletzt zu einem berufungsfreundlichen Klima bei, bestätigt Domvikar Michael Rupieper. Er möchte auch in seinem Dienst künftig immer weiter Menschen dazu einladen, der Gebetsgemeinschaft beizutreten. Mitgliedsbeiträge gibt es nicht. Dafür gibt es immer wieder Infomaterial und die Einladung zu Einkehr- und Besinnungstagen. Das Gebet verbindet die Mitglieder – untereinander und vor allem mit den jungen Menschen, die auf dem Weg sind.
Informationen zur Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe gibt es im Internet:
www.berufe-der-kirche-muenster.de
Text: Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Kontakt: medien[at]bistum-muenster.de
