Generalversammlung der DKM Darlehnskasse Münster 17
Etwa 450 Mitglieder und Kunden waren der Einladung der DKM Darlehnskasse Münster eG zur Generalversammlung am 13. Juni in die Halle Münsterland gefolgt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht des Vorstandes über die Bilanz des erfolgreichen Geschäftsjahres 2016.
Wie der Vorstandsvorsitzende Christoph Bickmann berichtete, erreichte das Kundenvolumen mit 6,94 Milliarden Euro annähernd die 7 Milliarden Euro-Grenze und somit eine neue Höchstmarke in der 56-jährigen Bankgeschichte. Gegenüber dem Vorjahr konnte diese nochmals um 445 Millionen Euro oder um rund 7 Prozent gesteigert werden. Die Bilanzsumme lag bei 4,15 Milliarden Euro.
Mit der Ergebnisentwicklung im Jahr 2016 zeigte sich der Vorstand voll und ganz zufrieden. Die Ertragszahlen und Eigenkapitalausstattung lägen weiter deutlich über dem Branchen-Durchschnitt. Der Bilanzgewinn lag bei 1,9 Millionen Euro. Die Mitglieder beschlossen auch in diesem Jahr eine Dividendenzahlung in Höhe von 7 Prozent für das Geschäftsjahr 2016. Die Eigenmittel erhöhten sich um 40 Millionen Euro auf 351 Millionen Euro.
Die ethische und nachhaltige Geschäftspolitik nimmt weiterhin einen großen Stellenwert ein. Die Nachhaltigkeitsquote der bankeigenen Geldanlagen lag zum Jahresende 2016 bei rund 89 Prozent. Damit dürfte die DKM zu den führenden Banken in diesem Bereich in Deutschland zählen. Auch für die Kunden wird der Aspekt der Nachhaltigkeit immer mehr fester Bestandteil ihrer Anlagephilosophie.
Kritik übte der Vorstandsvorsitzende an der derzeitigen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, die mit der Einführung von Negativzinsen auf Guthaben von Banken diese bestrafe und zugleich eine Bedrohung für Sparer und das gesamte Altersversorgungssystem in Deutschland darstelle. Einer DZ-BANK-Studie zufolge haben sich die Zinseinbußen beim Geldvermögen der privaten Haushalte seit 2010 auf 343 Milliarden Euro belaufen. Dies entspricht einer Belastung von über 4.000 Euro je Bundesbürger.
Da Privatanleger Belastungen weniger gut kompensieren können, wird die DKM für diese Kundengruppe bis auf weiteres keine Negativzinsen einführen. Vorgesehen ist allerdings die Weitergabe der anfallenden Zinskosten an Kunden mit großen Einlagenvolumina. Vorgesehen ist ein im Wettbewerbsvergleich hoher Freibetrag. Zugleich berät die Bank zum Umstieg auf andere Anlageformen.
Traditionell spendet die DKM aus Anlass der Generalversammlung für besonders bedürftige Menschen. In diesem Jahr wurde das Kinder-Projekt Senfkorngarten der Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes in Taiwan mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro bedacht.
Aus dem Aufsichtsrat schieden Bruder Stephan Veith (Münsterschwarzach) und Herr Benno Wagner (Bonn) aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Hörsting dankte ihnen für das Engagement im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen. Mit ihren Hinweisen hätten die beiden Aufsichtsräte die Beratung im Gremium bereichert und bei vielen strategischen Entscheidungen mitgewirkt. Die Generalversammlung wählte Sr. Karola Wamhof, Generalökonomin des Klosters Nette in Osnabrück, Herrn Dr. Antonius Hamers, Leiter des katholischen Büros der Bischöfe in NRW in Düsseldorf sowie Herrn Dr. Matthias Meyer, Leiter der Geschäftsstelle und stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) in Bonn, neu in den Aufsichtsrat. Wiedergewählt wurden Herr Ulrich Hörsting, Leiter der Hauptabteilung Verwaltung des Bischöflichen Generalvikariats Münster sowie Herr Heinz Gewering, Verwaltungsleiter der Zentralrendantur im Dekanat Ahaus/Vreden.
Die Darlehnskasse Münster (DKM) wurde 1961 gegründet. Das Bankinstitut verzichtet aus Kostengründen auf Filialstandorte und hat seinen Sitz in Münster. Dort sind 120 Mitarbeiter beschäftigt. Neben den zahlreichen Mitarbeitern im kirchlichen Dienst sind es besonders deutsche Diözesen, Pfarrgemeinden und eine Vielzahl von kirchlichen Einrichtungen, die mit der DKM eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten: von Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen über Krankenhäuser, Altenheime und Sozialstationen bis hin zu Orden, Stiftungen und Verbänden.
Bildunterschrift: Aus dem Aufsichtsrat verabschiedet wurden Benno Wagner und Bruder Stephan Veith (mit Blumensträußen, von links) vom Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Hörsting (Dritter von rechts) und den Vorstandsmitgliedern Christoph Bickmann (rechts), Christoph Rocksloh und Gerrit Abelmann (Erster und Zweiter von links).
Text: Bischöfliche Pressestelle / 13.06.17
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
