Ghanabesuch

Voller Eindrücke und Ideen ist die dreiköpfige Delegation des Bistums Münster am 22. August von ihrem Besuch der Partnerdiözesen Damongo, Navrongo-Bolgatanga, Tamale, Wa und Yendi im Norden Ghanas zurückgekehrt.

Die Reise eröffnete wichtige Einblicke in die afrikanische Gegenwart und gab wertvolle Impulse für die weitere Ausgestaltung der Bistumspartnerschaft, bilanzierten die Teilnehmer.

"In zehn Tagen voller guter und intensiver Begegnungen haben wir viele Menschen aus Ghana und viele Seiten des Landes kennengelernt", fasste Weihbischof Dr. Stefan Zekorn zusammen: "Durch die vielen sehr spirituellen Momente kommen wir auch mit einem gestärkten und lebendigeren Glauben zurück".

Notburga Heveling, Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken stellte heraus, es sei wichtig gewesen, "die Wirklichkeit in Kirche und Gesellschaft in Ghana aus unterschiedlichen Perspektiven" zu erleben. Das Besuchsprogramm habe Einblicke in dörfliche und städtische Situationen sowie in den akademischen Bereich gegeben. Auf Basis dieser Eindrücke müsse es künftig vor allem darum gehen, sagte Heveling, "im Austausch mit den ghanaischen Partnern besonders die Laien und die Frauen zu stärken".

Ein zentraler Punkt der Visite war die Teilnahme an der internationalen Konferenz mit dem Titel ,Entwicklung braucht Veränderung: Wie kann der Wandel erreicht werden?‘, die gemeinsam von der Kirchenprovinz und der Universität Tamale, vom Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD), von der Katholischen Hochschulgemeinde Münster und vom Bistum Münster veranstaltet worden war.

"Die Konferenz mit aktuellen oder ehemaligen Studierenden des KAAD aus Afrika und Studierenden aus Münster hat am Ende sogar recht konkrete Ergebnisse für einzelne Entwicklungsbereiche erzielt", laute das Fazit des Weihbischofs. Jonas Hestermann, der als Student an der Tagung teilnahm, wertete positiv, "dass sich hier Menschen aus verschiedenen Kulturen begegneten". Dem stimmte Mitstudentin Mona Brauer zu: "Super, dass es die Konferenz gab und den guten Austausch", mahnte aber zugleich an: "Dafür hätte es mehr Zeit geben können".

Besuch und Konferenz standen im Kontext der Bistumspartnerschaft, die 1982 auf Initiative des damaligen Diözesankomitees der katholischen Verbände entstanden war. "Sehr erfüllt und sehr dankbar für die große Gastfreundschaft und die vielen Erlebnisse kehren wir nach Münster zurück", sagte Weihbischof Zekorn. Nun gehe es daran, "möglichst vieles von dem umzusetzen, was wir von hier an hilfreichen Ideen und Projekten mitnehmen".

Text: Bischöfliche Pressestelle
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