Goldenes Priesterjubiläum von Großdechant Franz Jung
Es wird voll: Mehr als 500 deutsche und polnische Katholiken aus dem Gebiet der früheren Grafschaft Glatz, dem Teil Schlesiens, der zum Erzbistum Prag gehörte und der heute als ‚Ziemia Klodzka‘ ein Teil Polens ist, kommen zur Feier des Goldenen Priesterjubiläums von Großdechant em. Franz Jung nach Münster.
Die Heilige Messe mit Bischof Dr. Felix Genn ist am Samstag (28. Juni 2014) um 10.30 Uhr in der St.-Clemens-Kirche in Hiltrup, der anschließende Empfang in der dortigen Stadthalle.
Franz Jung wurde im Jahr 1936 in Neundorf in der früheren Grafschaft Glatz geboren und 1964 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Wesel, Moers und Goch wurde er 1976 Pfarrer in Duisburg-Walsum. 1982 übernahm er das Amt des Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, wurde gleichzeitig Leiter des Referates Arbeiterseelsorge im Generalvikariat und Rektor der Kapelle des Gottfried-Könzgen-Heims in Haltern am See.
Schon ein Jahr später wurde Franz Jung von der Deutschen Bischofskonferenz zum ‚Kanonischen Visitator für Priester und Gläubige aus der Grafschaft Glatz‘ berufen; er erhielt zugleich – erst- und einmalig in der katholischen Kirche - den Titel eines Großdechanten. 1984 verlieh man ihm zusätzlich den Titel eines Päpstlichen Ehrenprälaten, 1990 auch noch den Titel des Apostolischen Protonotars. Zudem war Franz Jung ab 1989 zehn Jahre lang Gemeindepfarrer in Münster St. Ägidii und anschließend Subsidiar in Münster-Mecklenbeck St. Anna, wobei sich seine Zuständigkeit 2004 und 2008 im Rahmen der Zusammenschlüsse jeweils auf die gesamten Seelsorgeeinheiten erweiterte. Einer der Höhepunkte im Berufsleben von Franz Jung war die Seligsprechung des Glatzer Kaplans Gerhard Hirschfelder in 2010 in Münster. Im Jahr 2012 wurde Franz Jung emeritiert.
Franz Jung erwartet Gäste aus allen Stationen seines Lebens: Glatzer Landsleute, polnische Gäste, mit denen die Grafschafter seit 30 Jahren gute Beziehungen pflegen, Wegbegleiter von vielen Stationen und Gremien seines Wirkens. Den Festgottesdienst gestaltet der Grafschafter Chor mit, den der Großdechant nach seiner Ernennung mit begründet hatte. Die Rednerliste beim anschließenden Empfang ist kurz gehalten, um Zeit zu haben, miteinander zu reden.
Für den Jubilar ist das Wesentliche des Festes: "Gemeinsam Gott danken für die 50 Jahre Priestersein und viel Zeit zur Begegnung zu haben, denn die Landsleute aus der Heimat sind in ganz Deutschland zerstreut und freuen sich bei solch einem Fest auf ein Wiedersehen und auf das Gespräch miteinander".
Text: Bischöfliche Pressestelle
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