Gottesdienst mit Weihbischof Hegge in der Jugendkirche „Mary’s“ 2013
"Die Liebe Gottes geht gerade an die Ränder der Gesellschaft!". Weihbischof Dr. Christoph Hegge nahm in seinem Predigtgespräch beim Besuch der neuen Jugendkirche "Mary`s" in Greven am Dienstag (10. Dezember 2013) das Thema der Jugendlichen auf:
"Von der Mitte bis zu den Rändern der Gesellschaft" hatten sie Gottesdienst und Gesprächsabend überschrieben, zu dem junge Menschen aus Greven, Emsdetten und Saerbeck gekommen waren.
Doch auch die Eltern- und Großelterngeneration war vertreten. Die Freude über die Belebung der seit September zur Jugendkirche umgestalteten St.-Mariä-Himmelfahrts-Kirche hat inzwischen wohl auch die Skeptiker ergriffen.
Zum Abschluss der ganztägigen Visitation des Weihbischofs in der St.-Martinus-Pfarrei ging es bei der Begegnung mit den Jugendlichen um den Gott, der Geschichte gemacht hat, der den Menschen auf Augenhöhe begegnen und seine Liebe – durch sie – gerade zu den Gemobbten, den Gehassten und am Rande Stehenden bringen möchte. Mit Kerzen verwandelten die Teilnehmer im dämmrigen, in immer neue farbige Spots getauchten Kirchenraum ein Kreuz aus Kieselsteinen allmählich in ein Licht-Kreuz. Um diese leuchtende Mitte wanderte der Weihbischof bei seinem Predigtgespräch immer wieder zu den ringsum sitzenden Menschen.
Mal lud er sie ein, sich gegenseitig – und auch ihm – ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen als Symbol für die Gotteskindschaft, dann wiederum sprach er einige Jugendliche direkt an: "Großartig, dass Du da bist!" Dem äußeren Anspruch des im Sommer umgestalteten Kirchenraumes, näher an die Lebenswelt junger Christen heranzurücken, kam Weihbischof Hegge mit einer klaren Definition für ein Lebensprogramm entgegen: „Wenn wir alle so leben würden, wie es Jesus getan hat, was wäre das für eine Power!“ Das Grundkonzept von Jesu Wirken brachte er auf genau drei Punkte: "Wir sollen als Erste lieben, alle Menschen lieben und dem jeweiligen Gegenüber in uns selber Raum, also Aufmerksamkeit, geben."
Nicht, wie "90 Prozent der Katholiken auf Warteposition" zu bleiben, sondern sofort anzufangen mit dem Weg zu Gott und den Nächsten, dazu ermunterte Hegge. Seine "Wanderpredigt" reicherte er lebendig mit eigenen Erlebnissen, aber auch mit Worten und Beispielen des verstorbenen Bischofs Dr. Reinhard Lettmann an, dessen Sekretär er einige Jahre gewesen war.
Sehr persönlich ging es nach dem Gottesdienst, den eine kleine Musikgruppe begleitet hatte, auch weiter: Im Kreis der jungen Leute berichtete Hegge authentisch und ausführlich von tiefen eigenen Glaubenserfahrungen. Pastoralreferent Matthias Brinkschulte, Initiator der Kirchenumgestaltung und mit mehreren jungen Teams bei der inhaltlichen, musikalischen und technischen Ausrichtung von "Mary`s" als Motor tätig, war zufrieden: Gottesdienst und Austausch mit dem Weihbischof waren trotz des etwa für Schüler etwas späten Abendtermins mitten in der Woche gut besucht. So zeigte sich, dass sich hier im umgestalteten Kirchenraum ein lebendiges Stück Kirche Bahn bricht.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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