Rainer Decker, Leiter des Sachgebiets Haushaltsmanagement im Bischöflichen Generalvikariat, erläuterte, die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen bleibe nicht zuletzt aufgrund der Mitgliederentwicklung mit Unsicherheiten verbunden. Deshalb basiere der Haushaltsplan 2027 auf den Ist-Zahlen des Jahres 2025 sowie den Ergebnissen der VDD-Steuerschätzung aus dem Mai 2026. Zusätzlich berücksichtige der Plan in Form eines Sicherheitsabschlags geopolitische Risiken und mögliche Inflationseffekte. Die Finanzerträge würden voraussichtlich das Niveau des Jahresabschlusses 2025 erreichen. Zugleich bestehe keine Finanzierungslücke mehr bei der Versorgungsabsicherung.
Die Zuweisungen an die Kirchengemeinden werden im Plan um zwei Prozent beziehungsweise rund 2,2 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig steigen die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sowie Transferleistungen deutlich, während die Versorgungsaufwendungen um 26,3 Millionen Euro sinken und damit den Haushalt entlasten.
Bei den Erträgen im Haushaltsplan des Bistums für 2027 sind Steuereinnahmen vor allem aus der Kirchensteuer mit kalkulierten 477,4 Millionen Euro (61 Prozent) der größte Posten. Der Haushaltsplan geht für 2027 von einem Rückgang der Erträge aus der Kirchenlohn- und Kircheneinkommenssteuer von 8,3 Millionen Euro im Vergleich zur Ergebnisrechnung 2025 aus.
Die höchsten Aufwendungen im Haushaltsplan fließen in die Kirchengemeinden mit 267,4 Millionen Euro, die unter anderem den Kindertageseinrichtungen zugutekommen. In den Bereich Soziales (Unterstützung des Diözesancaritasverbandes, der Ortscaritas- und Fachverbände, der Ehe- Familien und Lebensberatung, der Studenten, Jugend-, Alten- und Krankenhilfe) fließen 36,2 Millionen Euro.
Einen weiteren hohen Betrag machen die Personalaufwendungen aus. Sie sind für 2027 insgesamt mit rund 263,4 Millionen Euro kalkuliert.
Bischöfliche Pressestelle / Anke Lucht
