Hilfe für die Caritas in der Ukraine

, Bistum Münster

Wenn in der Ukraine plötzlich das Licht ausgeht, wird für viele Menschen der Alltag zur Herausforderung. Nach massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur kommt es weiterhin zu regelmäßigen Stromausfällen. Wohnungen bleiben kalt, Mobiltelefone lassen sich nicht mehr laden, der Kontakt zu Angehörigen bricht ab. Besonders in solchen Momenten wird deutlich, wie wichtig verlässliche Energiequellen sind.

Im aktuellen kalten Winter benötigen die Menschen in der Ukraine neben Lebensmitteln, wie sie die Caritas hier im Januar in Kiew verteilt hat, vor allem Generatoren und Ladestationen.

© Caritas-Spes Ukraine

Auf einen Hilferuf der Caritas in der westukrainischen Stadt Zhovkva hat nun der Caritasverband für die Diözese Münster reagiert. Gemeinsam mit der Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat Münster wird die Anschaffung dringend benötigter Generatoren und Ladestationen unterstützt. Die Abteilung Weltkirche stellt dafür 10.000 Euro zur Verfügung.

„Nach den massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur leidet die Ukraine weiterhin unter regelmäßigen geplanten sowie ungeplanten Stromausfällen“, berichtet Pfarrer Stepan Makar aus Zhovkva. Durch die Zerstörung von Kraftwerken und Leitungen seien die Strom-netze vielerorts überlastet, besonders in der kalten Jahreszeit. „Das betrifft nicht nur Unter-nehmen oder öffentliche Einrichtungen, sondern das tägliche Leben der Menschen.“

Besonders schwierig sei die Unvorhersehbarkeit der Situation. „Selbst wenn die Stromversorgung vorübergehend wiederhergestellt ist, gibt es keine Garantie für Stabilität“, so Pfarrer Makar. Die geplanten Generatoren und Ladestationen sollen deshalb nicht nur kurzfristig helfen, sondern auch als Reserve für zukünftige Krisensituationen dienen. „Strom kann heute verfügbar sein – und morgen nicht mehr. Deshalb ist es entscheidend, eine Reserve zu haben, die sofortiges Handeln ermöglicht“, erklärt Pfarrer Makar. 

Mariya Sharko von der Abteilung Weltkirche betont die Bedeutung der internationalen Solidarität: „Die Menschen in der Ukraine leben seit Jahren mit Unsicherheit und großen Belastungen. Mit unserer Unterstützung möchten wir einen konkreten Beitrag leisten, damit die Caritas vor Ort den Menschen in Notsituationen helfen kann. Generatoren und Ladestationen sind im Moment eine der wirksamsten Formen der Hilfe.“

Auch Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz sieht in dem Projekt ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit: „Die Caritas ist ein weltweites Netzwerk der Solidarität. Wenn Partnerorganisationen in einer solchen Situation um Hilfe bitten, ist es für uns selbstverständlich zu unterstützen. Die Menschen in der Ukraine sollen wissen, dass sie nicht allein sind.“

Für Makar ist genau diese Unterstützung ein wichtiges Zeichen der Hoffnung. „Hoffnung geben die Solidarität der Menschen und die Unterstützung internationaler Partner, insbesondere aus dem Bistum Münster“, sagt er. Jede gespendete Ladestation sei ein konkretes Zeichen der Fürsorge und geschwisterlichen Nähe. Makar: „Gerade in den dunkelsten Stunden zeigt sich, dass die Menschen nicht allein sind. Das Licht kehrt zurück – nicht nur in die Häuser, sondern auch in die Herzen.“

Text: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann