Installation Dimensionen kommt in die Überwasserkirche

Es ist ein besonderer Kreuzweg, der ab Samstag, 2. September, in der Überwasserkirche Münster zu sehen sein wird. Er besteht aus großformatigen Gemälden und Texten, erstreckt sich über mehrere Ebenen, hat 16 statt der bekannten 14 Stationen, und das Wichtigste: Jesus Christus geht diesen Kreuzweg nicht allein.

Vielmehr begleiten die Besucherinnen und Besucher ihn auf seiner Passion und kommen dabei ihrer eigenen Lebens-, Leidens- und Glaubensgeschichte auf die Spur.

"Jeder soll den Kreuzweg in sein Leben hineinnehmen, das ist die Botschaft", sagt Prof. Heinrich Greving. Gemeinsam mit dem Diplom-Designer Uwe Esperester und Johannes Willenberg hat er die Kunst-Installation "Dimensionen – Wege zum Kreuz" konzipiert und gestaltet. Vor sieben Jahren war sie erstmals in Stadtlohn, der Heimatgemeinde der Initiatoren, zu sehen. Viele weitere Stationen folgten, darunter sogar Rom.

Kürzlich hatte das Trio dann die Idee, die Installation in der Mutterkirche des Bistums Münster, dem St.-Paulus-Dom Münster zu zeigen. Doch bei einem Treffen mit Dompropst Kurt Schulte zeigte sich, dass der Kreuzgang des Doms zu wenig Raum bietet. Esperesters großformatige Bilder, die zugehörigen Bibeltexte und kleineren Bildelemente und die begleitenden textlichen Gedankenanstöße konnten hier nicht passend platziert werden.

Der Dompropst schlug die nah gelegene Überwasserkirche als Alternative vor. Die durch Pfarrer Hans-Werner Dierkes vertretene Pfarrei Liebfrauen-Überwasser war einverstanden – und so wird die Installation dort ab dem 2. September bis zum 15. Oktober zu sehen sein.

Auf 250 Quadratmetern erwarten die Besucher die 16 Stationen. Die bekannten Kreuzwegstationen wurden um die Szenen von Abendmahl und Auferstehung ergänzt. Dabei gehen die Besucher in die einzelnen Stationen buchstäblich hinein. "Wir wollten deutlich machen, dass Kreuzweg eine Geschichte des Lebens ist, auch des Lebens im Hier und Jetzt", erklärt Greving. Das funktioniere am besten über begehbare und mehrdimensional erlebbare Räume. "Das Betrachten der Bilder mit ihren vielen Details, das Durch-Sie-Gehen, die innere Betrachtung der Fragen und die Handlungsmöglichkeiten" nennt Greving als die Dimensionen, die diesen Kreuzweg ausmachen.

Um das den Besuchern so gut wie möglich zu erschließen, wird mindestens einer der Initiatoren während der Ausstellungsdauer immer sonntags zwischen 14 und 18 Uhr in der Überwasserkirche ansprechbar sein und Führungen anbieten. Jeweils freitags um 20 Uhr finden begleitende Veranstaltungen statt: am 15. September weiterführende Informationen zur Installation mit Esperester und Willenberg, am 22. September eine Buchvorstellung mit allen drei Initiatoren sowie am 29. September ein Vortrag von Erika Schuchardt zu Kreuzweg und Krisenbewältigung. Am 6. Oktober sind Kreuz-Gedichte und am 13. Oktober musikalische und textliche Meditationen zum Kreuzweg geplant.

Bildunterschrift: Dass die vielfältigen Dimensionen des Kreuzwegs in der Überwasserkirche Münster zu erleben sind, dafür haben sich unter anderen Dompropst Kurt Schulte und Heinrich Greving eingesetzt.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 16.08.17
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Foto: Bischöfliche Pressestelle / Anke Lucht