
Eine Fotografie von Thomas Wallmeyer
© Thomas WallmeyerSeit seinem 15. Lebensjahr bereist Wallmeyer die Welt. Seine Reisen führten ihn auf alle Kontinente und in mehr als 100 Länder. Doch nicht die großen Sehenswürdigkeiten oder spektakulären Landschaften stehen im Mittelpunkt seiner Fotografien, sondern die Menschen, denen er unterwegs begegnet. „Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte. Jede Begegnung eröffnet eine neue Perspektive“, sagt der Fotograf.
Für seine Porträts nimmt sich Wallmeyer Zeit. Er fotografiert die Menschen nicht einfach, sondern sucht das Gespräch, stellt Fragen und hört zu. Zu jedem Porträt gehört deshalb auch eine kurze Geschichte über den jeweiligen Menschen und sein Leben. Bild und Text geben den Porträtierten nicht nur ein Gesicht, sondern auch eine Stimme. Die Besucherinnen und Besucher begegnen so unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Kulturen und persönlichen Schicksalen.
„Der Künstler möchte den Besucherinnen und Besuchern Menschen näherbringen, deren Leben vielleicht weit entfernt und fremd erscheint. Damit ist die Ausstellung für uns in der derzeitigen politischen Debatte topaktuell“, freut sich Rupert König, Leiter des Kirchenfoyers. Was geschehe, wenn man sich die Zeit nehme, einem Menschen wirklich zu begegnen? Vielleicht werde aus Fremdheit Neugier, aus Distanz Verständnis. Und vielleicht könne eine persönliche Begegnung dabei helfen, Vorurteile zu hinterfragen.
Bei aller Unterschiedlichkeit erzählen Wallmeyers Porträts zugleich von dem, was Menschen über Länder, Kulturen und Grenzen hinweg verbindet. „Begegnungen verändern uns. Sie öffnen den Blick für das, was uns verbindet“, sagt Thomas Wallmeyer.
Wallmeyers Fotografien wurden bereits in Bildbänden, Büchern, Zeitschriften und Reisemagazinen veröffentlicht und in mehreren Fotoausstellungen gezeigt.
Die Ausstellung wird am Freitag, 11. September, um 19 Uhr im Kirchenfoyer eröffnet.

