Josef Alfers: Tatkräftig, bodenständig und besonnen
Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. (1 Petr 4,11)
Diese Worte begleiten Dompropst Josef Alfers, der am 09. Mai 2013 nach 14 Jahren Dienst aus diesem Amt von Bischof Dr. Felix Genn verabschiedet wird, seit seiner Primiz. All die Jahre über hat Josef Alfers dem Domkapitel vorgestanden, die verschiedensten Baumaßnahmen am Dom durchgeführt – und alle Geschicke geleitet, die mit dem Dom zusammenhingen. Für ihn war das kein Verwaltungsakt oder etwas, das getan werden musste.
Sein Primizspruch sagt es deutlich: Für ihn war es ein Dienst, zu dem Gott ihm die Kraft verliehen hat. So hat er mit seiner Arbeit dem Dom ein Gesicht verliehen und gezeigt, worum es geht: nicht einfach nur ein Gebäude, nicht einfach nur Verwaltung – sondern in Stein und Kunst gewendete Anbetung und Frömmigkeit. Nachdem er im Jahr 2009 die Finanzleitung des Bistums zur Verfügung gestellt hat, geht Josef Alfers nun vollständig in seinen wohlverdienten Ruhestand. Dem Dom wird er aber auch in Zukunft in gewohnter Treue und Verlässlichkeit dienen – in der Seelsorge, im Gottesdienst, in der Predigt, so, wie seine Kräfte es erlauben werden.
Seine vielen und vielfältigen Aufgaben hat er, wie von einem Abkömmling aus einer westfälischen Bauernfamilie nicht anders zu erwarten, mit Ruhe und Gelassenheit, aber auch mit Bestimmtheit gemeistert. Und sicherlich ist er mit diesen Gaben nicht immer ein bequemer Verhandlungspartner gewesen. Tatkräftig, ohne lange Debatten, bodenständig und traditionsverbunden, manchmal auch mit westfälischer Sturheit, hat er das Domkapitel geleitet, die Bischofswahlen vorbereitet und die Geschicke des Doms geführt.
Er hat sich bis zum letzten Tag seines Dienstes den Problemen gestellt, sie besonnen und unaufgeregt gelöst und mit Konsequenz entschieden, auch wenn sie in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden. Maßstab des Handelns waren für ihn die Würde des hohen Gotteshauses und seine Verantwortung vor Gott und der Gemeinde, in deren Dienst er stand.
Was kann man ihm für den Ruhestand wünschen? Gottes Segen, Gesundheit und dass er den Ruhestand genießen kann, ganz nach dem Motto in seinem geliebten Plattdeutsch: Dat Läwen is väl tau kort för ein langes Gesicht.
Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap
Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
