Jugendliche setzen sich mit Leben und Taufe auseinander

Laura benetzt ihren Daumen mit Weihwasser und wendet sich Jennifer auf dem Platz neben ihr zu. Auf deren Stirn zeichnet sie ein Kreuz und sagt dabei: "Du sollst leben!"

Wie die anderen Jugendlichen aus Münster, Recklinghausen und Billerbeck verdeutlichen die beiden 14-Jährigen damit ganz praktisch, um was es am 12. Februar in der Jugendkirche effata in Münster geht: "A new life. #sagt#dir#Gott", so lautet das Motto der ersten Jugendkatechese des Jahres mit Bischof Dr. Felix Genn.

Mit dem Popsong "Das ist dein Leben" von Sänger Philipp Dittberner stimmte das Katecheseteam um Diözesanjugendseelsorger Hendrik Drüing, Caroline Freitag, pastorale Mitarbeiterin der Jugendkirche, und Bruder Konrad Schneermann von der Diözesanstelle Berufe der Kirche die Jugendlichen auf das Thema ein. Bischof Genn griff die Liedzeile auf: "Es gibt nichts, was wir so sehr ersehnen wie das Leben. Das ist unser Grundbedürfnis", sagt er. Manchmal lade das Leben dazu ein, es in vollen Zügen zu genießen. Dann wieder komme man an Grenzen und mache die Erfahrung: "Leben ist nicht unendlich, nicht frei von Einschränkungen." Immer jedoch sei das Leben es wert, es zu unterstützen. "Die Kirche macht dies ganz praktisch, indem sie Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zur Seite steht", erklärte der Bischof. Dazu zähle beispielsweise der Einsatz für den Lebensschutz vom Anfang bis zum Ende, das Engagement für die Hospizbewegung oder die Trägerschaft von Schulen.

Auch ganz persönlich bewege ihn das Thema Leben, verriet er. Zu seiner Bischofsweihe habe er sich darum den Wahlspruch "Wir verkünden Euch das Leben" aus dem ersten Brief des Apostels Johannes ausgesucht. "Ich möchte ein Leben verkünden, das sogar fähig ist, Grenzen zu überschreiten, weil es die Beziehung mit Gott eröffnet", erklärte Genn. Ein Zeichen für diese Beziehung mit Gott sei die Taufe. "Es ist ein Zeichen für eine unzerstörbare und lebendig machende Verbindung." In Anlehnung an die Liedzeile "Der beste Mensch bist Du" aus dem Popsong von Mark Forster "Chöre" verdeutlichte Genn, dass Gott dies durch das Sakrament der Taufe auf seine ganz eigene Art und Weise sagen wolle. "Das Erste und Wichtigste, was Gott uns zu sagen hat, ist: ‚Es ist gut, dass es dich gibt‘."

Als Erinnerung an die Taufe ließ sich auch Bischof Genn mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. "Du sollst leben!" hallte es durch den Kirchenraum, als Schalen mit Weihwasser durch die Sitzreihen gereicht wurden und die Jugendlichen sich mit diesem Spruch gegenseitig segneten.

Bildunterschrift: Mit einem Kreuz auf die Stirn und den Worten "Du sollst leben" segnete eine Jugendliche Bischof Genn. "Es gibt nichts, was wir so sehr ersehnen wie das Leben", sagte Bischof Genn bei der ersten Jugendkatechese des Jahres in Münster.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 14.02.17
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Fotos: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann