Jugendverbände aus Münster engagieren sich beim Aktionsauftakt

Die Kampagne „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ ist mit vielfältigen Aktionen am vergangenen Wochenende in die aktive Phase gestartet:

Bis zur Bundestagswahl im September sind junge Menschen in den katholischen Jugendverbänden und darüber hinaus aufgerufen, 35.000 Stunden Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für die Integration von Geflüchteten zu sammeln. Beim Auftakt der Aktion in Düsseldorf waren auch Jugendverbände aus dem Bistum Münster dabei.

„Die 35.000 Stunden entsprechen in etwa der Dauer der kommenden Legislaturperiode“, erläuterte Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unseren Verbänden machen so vor der Bundestagwahl deutlich, was sie nach der Bundestagswahl von der Politik erwarten: den Einsatz für ein offenes, demokratisches, solidarisches und vielfältiges Land“, betont sie.

Unter dem Motto „Damit Sie sich kein braunes Ei ins Nest legen“ haben die Diözesanvorsitzenden des BDKJ Diözese Münster e.V., Kerstin Stegemann und Johannes Wilde, mit einer Gruppe des BDKJ NRW Postkarten und Eierfarbe in der Düsseldorfer Altstadt verteilt und Menschen ermuntert, im Herbst wählen zu gehen. „Wir möchten möglichst viele junge Menschen motivieren, ihr Wahlrecht zu nutzen“, erklärt Wilde, „damit am Ende keine populistische Partei über unsere Zukunft bestimmt und wir weiterhin in einer offenen und bunten Gesellschaft leben können.“

Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße und die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, haben die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. Schwesig würdigt das Engagement für Geflüchtete: „35.000 Stunden jugendlichen Engagements wären ein weiterer beeindruckender Beweis dafür, wie sehr Deutschland bei der Unterstützung und Integration der Flüchtlingen vom persönlichen Engagement profitiert. Ohne dieses Engagement auch gerade junger Menschen stünden wir bei weitem nicht da, wo wir jetzt stehen. Diesen weltoffenen Geist gilt es in den nächsten Jahren weiter zu bewahren, auch darauf zielt die Aktion Zukunftszeit.“

Seit September vergangenen Jahres lag der Schwerpunkt bei Zukunftszeit in der „klug-werden-Phase“ auf Bildungsarbeit zu den Themen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und interkulturelle Kompetenz. Seit diesem Wochenende ist die Aktion in die aktive Phase gestartet, um die 35.000 Stunden zu erreichen.

Die Gruppen tragen ihre geleisteten Stunden auf der Seite www.zukunftszeit.de ein. Bereits am Auftaktwochenende kamen so 3.820 Stunden zusammen. Die Aktion Zukunftszeit endet am Wochenende vor der Bundestagswahl mit einer Abschlussaktion in Berlin.

Bildunterschrift. „Damit Sie sich kein braunes Ei ins Nest legen“: Postkartenaktion des BDKJ NRW in der Düsseldorfer Altstadt.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 21.3.17
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: BDKJ NRW/Steffi Maier