KAB bereitet den Equal Pay Day 2014 vor

"Minijobs bereiten den Weg in die Altersarmut und sind Karrierekiller für Frauen", kritisiert Rosemarie Warmers von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Münster.

Geringfügige Beschäftigung sei eine wesentliche Ursache für den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern und die daraus häufig folgende Altersarmut, erläutert die stellvertretende Diözesanvorsitzende. Gemeinsam mit der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) und dem Familienbund der Katholiken fordert die KAB eine breite Information aller geringfügig Beschäftigten über ihre grundlegenden Arbeitsrechte und deren Einhaltung. "Letztlich müssen alle Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umgewandelt werden", sagt Warmers.

Anlässlich des Equal Pay Day am 21. März 2014 veröffentlichen die drei katholischen Verbände einen gemeinsamen Aufruf. Der diesjährige "Tag der gleichen Bezahlung" nimmt kritisch die Auswirkungen von geringfügigen Beschäftigungen in den Blick. Es sind vor allem Frauen, die in sogenannten Minijobs arbeiten. Dies habe im Wesentlichen zwei Gründe, führt Warmers aus.

Zum einen suchen Frauen oft Teilzeitarbeit, um Familie und Erwerbsarbeit zu verbinden. Zum anderen werden in bestimmten frauendominierten Arbeitsfeldern überwiegend Minijobs angeboten. Viele Minijobberinnen kennen obendrein ihre Rechte wie beispielsweise die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder den Anspruch auf bezahlten Urlaub und bezahlte Feiertage nicht.

"Sind Minijobs für Frauen Chance oder Sackgasse?" fragt denn auch eine Infoveranstaltung im Vorfeld des Equal Pay Days. Dazu laden KAB und kfd am Freitag (24. Januar 2014) von 16 bis 20 Uhr in der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen in Haltern am See ein.

Dort wird Martin Peters, Arbeitsrechtsexperte der KAB im Bistum Münster, die geringfügige Beschäftigung aus Sicht des Arbeitsrechtes einordnen. Lucia Schneiders-Adams, Grundsatzreferentin der KAB Deutschlands, wird eine (frauen)politische Einschätzung zur Diskussion vorstellen.

Anmeldungen sind beim Bildungswerk der KAB unter Tel. 02 51 / 6 09 76-10 oder per E-Mail unter bildung[at]kab-muenster.de möglich.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de