KAB-Familienfest

Fast 200 Kinder und Erwachsene haben am 31. Mai das Familienfest der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Nordmünsterland auf dem Hof Wigger in Greven gefeiert.

"Wir als katholische Christen sind weltweit organisiert, setzen uns für die ein, die nicht für sich selbst einstehen können und wir sind in Bewegung, ja wir bewegen etwas", sagte Diözesanpräses Michael Prinz in der Predigt der Eröffnungsgottesdienstes.

Dieser Anspruch spiegelte sich im Programm des Familientages wider, bei dem es vor allem darum gehen sollte, "die KAB und auch die KABler untereinander ins Gespräch zu bringen und unseren Mitgliedern mit dem Familienfest etwas zu bieten, was vielleicht auf Ortsebene nicht möglich ist", erklärte Bezirksvorsitzende Sigrid Audick am Morgen.

Vor allem die kleinen und jüngsten nutzten das weitläufige Areal des Ferienhofes zum Herumfahren mit Kettcars und Bobby Cars. Auf einer kleinen Wiese standen Pedalos bereit, auf denen die Koordination getestet werden konnte, daneben spielte Jule aus Nordwalde mit ihren Eltern Frauke und Marco Greshake sowie Bruder Ole Viergewinnt. In seiner Größe überragte das Spiel beinahe das Mädchen. "Wir sind nicht in der KAB und haben im Kindergarten über ein Plakat von dem Familientag erfahren", erklärte Frauke Greshake, "aber das Programm ist wirklich toll!" Die Kinder hatten vom Maisbad bis zur Strohherberge und dem großen Sandkasten alles mit Begeisterung ausprobiert.

Für Spannung und magische Momente sorgte darüber hinaus Zauberer Donatus. Er bat Kinder auf die Bühne, um sie bei seinen Kunststücken einzubinden und sie zum Staunen zu bringen. Sarah beispielsweise hatte sich extra still auf einen zugeklebten leeren Umschlag gesetzt, der nach wenigen Minuten plötzlich einen zusammengefalteten Geldschein enthielt. Die Kinder konnten die Kniffe des Zauberers nicht nachvollziehen und auch die Erwachsenen staunten. Die Geschwister Henrik und Leni überraschte Donatus damit, dass sie nach demselben Prinzip Papier auseinanderrissen und am Ende doch jeder ein komplett anderes Ergebnis in den Händen hielten.

Beim Frühschoppentalk mit Bürgermeister Peter Vennemeyer, Landrat Thomas Kubendorff, Staatssekretär Karl-Josef Laumann und der Bezirksvorsitzenden der KAB Nordmünsterland, Sigrid Audick, bat Moderatorin Annette Saier um Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem aktuellen Motto der KAB Deutschland. "Der Gewinn, den jeder Einzelne in seinem Leben hat, muss er teilen und einbringen, dann haben wir alle gewonnen", sagte Vennemeye. Kubendorff sieht den Sinn vor allem in Familie und Beruf. "Eine vernünftige Ehe führen, die Kinder gut erziehen und im Beruf die Möglichkeit haben, etwas zu gestalten" – das seien die Aspekte, die sein Leben sinnvoll machten. Audick betonte ebenso das soziale Umfeld, bestehend aus der Familie und Freunden.

"Dass man nicht alleine ist, macht den Sinn im Leben aus", sagte sie, und Laumann verwies auf Kindheit und Elternhaus, "in dem Werte vermittelt werden, aus denen man später den Sinn des Lebens ableiten kann."

Doch nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch konnten die Besucher erfahren, wie das eigene Leben nachhaltig gestaltet werden kann. Die Ugandahilfe Rheine stellte beispielsweise anhand eines Modells ein Wasserprojekt vor, das in Afrika bereits zum Einsatz gekommen ist, und der Ghana-Kreis Greven zeigte, wie mit fairem Handel gut gewirtschaftet werden kann. "Man wird dazu gebracht, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie ein sinnvoll gestaltetes Leben aussehen kann", fasste Antonius Maag aus Recke die Angebote des sogenannten "Markt der Möglichkeiten" zusammen, "und das gefällt mir!"

Für eine saubere Art der Fortbewegung machte schließlich Diözesanpräses Prinz Werbung: ein restaurierter Bulli, den Jugendliche der Dorstener Arbeit im Rahmen eines Projekts zu einem Elektrofahrzeug umgebaut haben. Mit dem eT2 wird Prinz ab Mitte Juni als Copilot an der achttägigen "WAVE-Trophy 2015", einer Rallye für Elektrofahrzeuge, teilnehmen. "Ich freue mich auf die Tour", sagte Prinz am Sonntag, "wir wollen zeigen, dass man auch umweltfreundlich fahren."

Text: Bischöfliche Pressestelle
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