Kevelaerer Friedensgebet weitet sich auf drei Kontinente aus
Ausgehend von Kevelaer, zieht das Friedensgebet im Advent immer größere Kreise. Nicht nur in Deutschland, auch im afrikanischen Benin und im Niger schließen sich die Menschen an.
Zudem wird in Südamerika – in Chile, Peru und Bolivien – am Montagabend für den Frieden auf der Welt, insbesondere in Syrien, gebetet. Initiiert wurde das Kevelaerer Friedensgebet im Advent vom Initiativkreis der Interreligiösen Friedenswallfahrt und der Stiftung Aktion pro Humanität. Dort spüre man, dass sich immer mehr Menschen im Gebet verbinden wollen und Texte für das Gebet zuhause oder in den heimischen Gemeinden anfordern, teilen die Initiatoren mit.
In das Gebet wird sich die Initiative "Ein Lichtermeer für Aleppo" integrieren. Die Idee ist, dass die Betenden mit einer brennenden Kerze ein sichtbares Zeichen setzen. In Kevelaer wird das Licht an der Friedensstele am Forum Pax Christi entzündet, und zwar von drei syrischen Flüchtlingskindern. Bei dem interreligiösen Gebet werden sie die Flamme an die anderen Betenden weitergeben. Die Mutter der Kinder und ihre 16-jährige Schwester leben noch in Aleppo. "Nur das Gebet" könne ihnen jetzt noch helfen, sagte die Mutter den Initiatoren am Telefon.
Dr. Elke Kleuren-Schryvers von der Aktion pro Humanität ruft zur Teilnahme an dem Gebet auf: "Wir werden gemeinsam beten, weiter den Himmel bestürmen, Sturm beten, dass wenigstens eine Feuerpause realisiert werden kann, die die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und vor allem medizinischer Hilfe zulässt." Außerdem werde gebetet um "Dialogbereitschaft und die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen".
Das Gebet für den Frieden beginnt am Montag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr. Mitgebetet werden kann direkt in Kevelaer an der Friedensstele am Forum Pax Christi, aber auch zuhause im Familienkreis.
Bildunterschrift: Pastor Rolf Lohmann und der inzwischen verstorbene Rupert Neudeck entzünden eine Kerze an der Friedensstele in Kevelaer.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 02.12.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Aktion pro Humanität
