Kirchliches Filmfestival Recklinghausen zieht positive Bilanz
Eine positive Bilanz zieht das 7. Kirchliche Filmfestival Recklinghausen, das am Sonntag, 13. März, endet. Schon jetzt steht fest, dass mit vielen ausverkauften Vorstellungen eine neue Bestmarke bei den Besucherzahlen erreicht wurde.
13 Spiel- und Dokumentarfilme waren zwischen Mittwoch und Sonntag, 9. bis 13. März, zu sehen, mehr als 20 Filmschaffende standen für Gespräche mit dem Publikum im Anschluss an die Filme zur Verfügung.
"Bewusst oder unbewusst: Viele grundlegende Fragen der Menschen haben mit Gott zu tun, immer dann, wenn Menschen über das Warum und Wie des Lebens nachdenken. Solche Themen gehören auch ins Kino, also mitten hinein in die Lebenswelt vieler Menschen. Sie auf dem Kinosessel zu berühren oder zu unterhalten und dabei zugleich zu bewegen – manchmal zum Nachdenken, manchmal auch zum Handeln –, das ist der Verdienst des Kirchlichen Filmfestivals Recklinghausen und der dort gezeigten Beiträge," ist Schirmherr Dr. Felix Genn, Bischof von Münster, überzeugt.
"Dieses Festival ermöglicht eine reizvolle Begegnung: Kultur und Kirche treffen aufeinander, Religion und Film. Sie begegnen einander in ihrer Freude und in ihrer Pflicht, genau hinzusehen. Und zwar genauer hinzusehen, als es auf den ersten, oft schnell fertigen und leichtfertigen Blick gelingen kann", bewertet Schirmherrin Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, das Konzept.
"Das Kirchliche Filmfestival ist ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Recklinghausen und zeigt zudem, wie modern Kirche sein kann. Besonders begeistert hat mich in diesem Jahr der Kinder- und Jugendfilmpreis, der von der Jury der Kinderfilmfesttage ausgewählt wurde. Mit Witz und Spannung macht der Preisträgerfilm ‚Vilja und die Räuber‘ jungen Menschen Mut", sagt Schirmherr Christoph Tesche, Bürgermeister von Recklinghausen.
Der von der Stadt zusammen mit dem katholischen Stadt- und Kreisdechanten Propst Jürgen Quante gestiftete Kinder- und Jugendfilmpreis wurde am Samstag, 12. März, von der finnischen Regisseurin Marjut Komulainen entgegen genommen. Am Abend prämierte die Jury den Film ‚Junges Licht‘ des Regisseurs Adolf Winkelmann.
Mit dem Preis des Kirchlichen Filmfestivals wird ein aktueller Film prämiert, der sich engagiert und künstlerisch überzeugend mit dem Menschen im Spannungsfeld von Arbeitswelten, Kulturen und Religionen auseinandersetzt. Die Preisträger erhalten einen Olivenbaum als Symbol des Friedens. Der Preis wird im Wechsel gestiftet und vergeben: In diesem Jahr ist es die Stiftung ‚Protestantismus, Bildung und Kultur‘ des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe, im Vorjahr war es das Bistum Münster.
Bisher nahmen Regisseurin Feo Aladag und Hauptdarstellerin Sibel Kekilli für ‚Die Fremde‘ (2010), Regisseurin Britta Wauer für ‚Im Himmel, unter der Erde‘ (2011), Regisseur Leo Khasin für ‚Kaddisch für einen Freund‘ (2012), Regisseurin Sheri Hagen für ‚Auf den zweiten Blick‘ (2013), Hauptdarsteller Leon Lucev für ‚Circles‘ (2014), Regisseur Gerd Schneider für ‚Verfehlung‘ (2015) sowie Regisseur Adolf Winkelmann und Produzentin Christiane Schäfer in diesem Jahr für ‚Junges Licht‘entgegen.
Veranstalter des Kirchlichen Filmfestivals ist der Arbeitskreis ‚Kirche & Kino‘ des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen. Der ökumenische Arbeitskreis bringt in Recklinghausen seit 2002 mit der Reihe ‚bilderwelten/weltenbilder – Kirche & Kino‘ besondere Filme auf die Leinwand und ins Gespräch.
Partner des Festivals sind die Stadt Recklinghausen, das Cineworld Recklinghausen und das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF). Als Medienpartner engagieren sich epd Film und Filmdienst. Förderer und Sponsoren sind das Bistum Münster, das Katholische Kreisdekanat Recklinghausen, die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Stiftung ‚Protestantismus, Bildung und Kultur‘, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe, der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen, das Referat für Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, ‚ernten und säen‘ – Gemeinschaftsstiftung für Kirche und Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, die Sparkasse Vest Recklinghausen, das Ostermann Einrichtungshaus Recklinghausen und die Agentur Kelch.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kirchliches-filmfestival.de.
Bildunterschrift: Liesel Kothe von der Stiftung ‚Protestantismus, Bildung und Kultur‘ überreichte Adolf Winkelmann den Preis. Laudatorin Superintendentin Katrin Göckenjan und Kreisdechant Jürgen Quante (von links) gratulierten.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 13.03.16
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
