Kitas sind Lebensorte des Glaubens: Recklinghausen

"Kita – Lebensort des Glaubens" – dieses Projekt ist Anfang März im Bistum Münster gestartet. Bei einer Informationsveranstaltung am 5. Mai 2014 in Recklinghausen stellten die Projektleiter Dr. Andreas Leinhäupl und Michael Schreiber jetzt die inhaltlichen Eckpunkte des Projektes vor.

Auch informierten sie über die Möglichkeiten, sich an dem Projekt zu beteiligen. Zu der Veranstaltung im Erich-Klausener-Haus waren alle Priester, die weiteren pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verbundleitungen, die Leitungen und Mitarbeiterinnen der Kitas und Zentralrendanturen sowie alle sonstigen Interessierten aus dem Kreisdekanat eingeladen.

Ziel des Projektes ist es nach Aussage der Projektleiter, dass katholische Kitas im Bistum Münster ihren Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag verwirklichen sollen, indem sie ihr Selbstverständnis als katholische Einrichtung, ihre pädagogische Arbeit mit Kindern und Eltern, ihre Zusammenarbeit im Team und mit dem Träger sowie ihre Einbindung in das pastorale und soziale Umfeld vom christlichen Glauben leiten und inspirieren lassen. In diesem Sinne sollen sich die katholischen Kitas im Bistum Münster als Lebensorte des Glaubens für Kinder und ihre Familien darstellen, betonten Schreiber und Leinhäupl.

Drei Jahre werde man sich daher in dem Projekt mit den Fragen beschäftigen, die oft auftauchten, wenn das Markenzeichen "katholisches Profil" von Kitas angesichts der deutlich veränderten kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse realisiert und erlebbar gemacht werden solle. Unter anderem gehe es dabei etwa um die Frage, wie das christliche Menschenbild und christliche Wertorientierungen die katholischen Kitas prägen könnten, wenn nicht mehr alle Kinder und Familien christlichen Glaubens seien. Auch gelte es, zu schauen, wie die notwendigen Fachkräfte für katholische Kitas gefunden werden könnten, die noch eine persönliche Bindung zum christlichen Glauben hätten. "Wie können wir die Erzieherinnen und Erzieher unterstützen und fortbilden, wenn die frohe Botschaft ihre Arbeit mit den Kindern und Familien tragen und prägen soll? – Wie arbeiten die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kirchengemeinden mit den Kitas zusammen? – Wie können die Kitas zu Knotenpunkten in einem örtlichen Netzwerk der vielen kirchlichen Angebote gestaltet werden?" waren weitere Fragen, die Leinhäupl und Schreiber nannten.

Dabei laute, so betonten die Projektleiter, der Grundsatz des Projektes: "Entwicklung aus der Praxis und Rückbindung an die Praxis." Aus diesem Grund würden an acht ausgewählten Standorten im Bistum über einen Zeitraum von gut einem Jahr verschiedene Möglichkeiten und Aspekte einer pastoralen Profilierung der Arbeit der Kindertagesstätten sowie entsprechende pastorale Kooperationsstrukturen zwischen Kita und Pfarrei erprobt. Dabei solle an jedem Standort ein individuelles Projekt durchgeführt werden, in dem Kitas, Pastoralteams sowie unterschiedliche Kooperationspartner aus dem Bereich der Pfarrei sowie aus dem jeweiligen Sozialraum zusammenarbeiteten. "Die Projekte können bereits bestehende gute Ansätze und Ideen aus der Praxis vor Ort aufgreifen und weiterführen, aber auch neue und kreative Ideen sind willkommen", sagten die Projektleiter. Sie luden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung dazu ein, sich mit einem individuellen Praxisprojekt zu beteiligen und zu bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai. Alle Bewerber erhalten bis Mitte Juni eine Rückmeldung.

Weitere Informationen zu den genauen Rahmenbedingungen und Bewerbungsmodalitäten finden sich im Internet unter ww.kita-lebensort-des-glaubens.de. Unter dem Stichwort "Praxisprojekte" gibt es dort unter anderem auch das Formblatt "Bewerbung Praxisprojekte", mit dem man sich für ein Praxisprojekt bewerben kann.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de