
Für die Veranstalter führte Frank Vormweg (hinten) die Teilnehmenden in den zweiten Tag der Tagung ein.
© Bischöfliche Pressestelle/Anke LuchtKonkret stand die Überlegung im Mittelpunkt, wie kirchliche Organisationen unter den Bedingungen wachsender Komplexität handlungsfähig bleiben. „Die Tagung machte deutlich: Digitalisierung ist nicht in erster Linie eine technische, sondern eine organisatorische und kulturelle Aufgabe. Sie gelingt dort, wo Verwaltung und IT nicht nebeneinander, sondern gemeinsam Verantwortung übernehmen, Herausforderungen bearbeiten und Lösungen entwickeln“, fasste Fachbereichsleiter Frank Vormweg seitens der Veranstalter zusammen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit Künstlicher Intelligenz. In Vorträgen und Workshops lernten die Teilnehmenden praxisnahe Anwendungen kennen, etwa in den Bereichen Vertragsmanagement, Wissensmanagement, Automatisierung und digitale Verwaltungsprozesse. Gleichzeitig wurden Grenzen und Risiken offen angesprochen, darunter Fragen der Haftung, Transparenz, Qualitätssicherung und Abhängigkeit von Plattformanbietern.
Zum Abschluss tauschte sich die Gruppe über konkrete Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit aus. Dazu zählen der Aufbau eines überdiözesanen Netzwerks „KI und Digitalisierung“, eine Weiterbildung zum „Kirchlichen KI-Manager“ und die Entwicklung eines gemeinsamen KI-Thinktanks mehrerer Diözesen. Die Fachtagung endete laut Vormweg mit einem klaren Fazit: „KI und Digitalisierung sind kein Selbstzweck. Ihr Wert bemisst sich daran, ob sie dazu beitragen, kirchliche Verwaltungen handlungsfähiger zu machen, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und den kirchlichen Auftrag unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen besser zu erfüllen.“
Anke Lucht
