Kostbare historische Messgewänder im Blickpunkt

Kostbare Materialien, prächtige Farben, hoch komplexe Herstellung und exotische Gestaltung: In ihrem künstlerischen Wert stehen historische Messgewänder mit ihren oft wertvollen Schmuckbesätzen vielen Goldschmiedearbeiten in nichts nach.

Deshalb sind sie Thema des achten Vortrags der Reihe "Kreuzgänge", die im Vorfeld des 750-jährigen Weihejubiläums des St.-Paulus-Doms Münster stattfindet. Referentin zum Thema "Textile Bildkunst" ist am Donnerstag (4. September 2014) ab 19 Uhr Dr. Gudrun Stracke-Sporbeck vom Kölner Institut für historische Textilien.

Bis heute in Kirchenschätzen und Museen bewahrt, gehören historische Textilien zu den seltenen und besonders fragilen Kulturgütern. Anknüpfend an den bedeutenden Bestand historischer Messgewänder des St.-Paulus-Doms, wird der Vortrag vor allem die bildhafte Gestaltung der Schmuckbesätze des späten Mittelalters thematisieren. Dabei soll es auch um die Gruppe der sogenannten Kölner Borten gehen, die in der Sammlung der Domkammer prominent vertreten sind.

Dr. Gudrun Stracke-Sporbeck hat ein Studium der Kunstgeschichte absolviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich europäische Textilgeschichte und Paramentik. Sie war Kustodin am Museum Schnütgen in Köln und lehrte an der Universität Köln. Seit 1999 leitet sie das Institut für historische Textilien.

Die etwa einstündigen Vorträge der interdisziplinären Reihe "Kreuzgänge" finden immer donnerstags statt. Dazu treffen sich Interessierte um 19 Uhr im Kreuzgang des Doms. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Da der Kreuzgang über das Uhrenportal barrierefrei zugänglich ist, können auch Menschen mit einer Gehbehinderung teilnehmen. Für Menschen, deren Gehör eingeschränkt ist, steht eine FM-Anlage zur Verfügung.

Die beiden letzten Termine der Vortragsreihe sind am 11. und am 18. September 2014. Dann wird es um die spätromanische Architektur des Doms und um die dortigen jüngsten Ausgrabungen gehen.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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