Krankenbruderschaft Rhein-Maas feiert 50-jähriges Bestehen

Angefangen hat alles im Jahr 1967 mit einer kranken Person, die vom Niederrhein zum französischen Wallfahrtsort Lourdes pilgern wollte. Einige Helfer unterstützten den Wunsch, so dass die Pilgerfahrt stattfinden konnte.

"Das hatte Strahlkraft", sagte Weihbischof Wilfried Theising am Morgen des 5. Februar im Xantener Viktor-Dom. Dort feierte die Krankenbruderschaft Rhein-Maas ihr 50-jähriges Bestehen. "Aus der Hilfe für den einen Menschen ist über Jahre und Jahrzehnte eine große Pilgerfahrt geworden, der sich Hunderte angeschlossen haben. Das wollen wir heute feiern", erklärte der Weihbischof.

Theising, der erst vor wenigen Tagen in Xanten verabschiedet und als Offizial in Vechta eingeführt wurde, freute sich über seinen Besuch am Niederrhein. "Heute bin ich zum ersten Mal als Gast da, die Anreise war etwas länger, aber es geht", sagte er lächelnd. In seiner Predigt nahm er das Wort aus dem zuvor gehörten Evangelium auf: "Ihr seid das Licht der Welt" (Matthäus 5, 13-16) hatte Jesus damals seinen Jüngern gesagt. Besonders in Lourdes lasse sich immer wieder die Erfahrung machen, dass die Menschen einander ein Licht sein können. "Als Jesus selbst in der Not am Kreuz war, hat er uns ein besonderes Licht anvertraut, er hat uns seine Mutter geschenkt. Maria ist die Mutter aller, vor allem derer, die in Not sind. Keiner hat das Licht, das von Gott kommt, stärker ausgestrahlt als Maria", erinnerte der Weihbischof.

"Wer mit einer Krankheit oder Behinderung geschlagen ist weiß, wie gut es tut, das Licht eines Menschen wahrzunehmen", sagte Theising. In der Krankenbruderschaft sei erlebbar, dass ein Licht nicht nur für diejenigen aufgeht, die Nächstenliebe erfahren, sondern auch für den, der Hilfe gewährt. "Es ist ein Geben und Nehmen, jeder ist ein Licht für den anderen, das gilt gerade auch für die Leidenden und Kranken", betonte der Weihbischof. Die Fahrt nach Lourdes ändere die eigene Perspektive und den gegenseitigen Umgang.

Bei dem Blick auf das Leiden und die Schmerzen einiger Pilger könne einem "das Lachen und die Freude vergehen. Doch Lourdes macht es möglich, Freude zu empfinden, ohne dass wir das Leid oder die Not übertünchen oder weg reden." Dort bringe Maria die Menschen mit Jesus Christus in Verbindung, der alles Leid auf sich genommen habe. "Durch Jesus sind alle Krankheit und alles Böse besiegt, seine Liebe ist stärker als alle Not und Krankheit in der Welt. Er nimmt uns mit in diese Erlösung", sagte Theising. Das werde nicht nur in Lourdes, sondern jeden Sonntag in der Eucharistie deutlich. Abschließend forderte der Weihbischof die Gottesdienstteilnehmer auf: "Wir können Lichtbringer sein für alle Menschen, die noch im Dunkeln sind. Wir können dieses Licht mit in die neue Woche und mit in den Alltag nehmen."
Die Krankenbruderschaft Rhein-Maas hat ihren Sitz in der Motzfeldstraße 144 in Goch.

Informationen gibt es telefonisch unter 02823/1358, per E-Mail an krabruder[at]hotmail.com oder auf der Seite www.krankenbruderschaft-rhein-maas.de im Internet.

Bildunterschrift: Mit einem Gottesdienst feierten Weihbischof Wilfried Theising und zahlreiche Mitglieder der Krankenbruderschaft Rhein-Maas das 50-jährige Bestehen der Vereinigung.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 5.2.17
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Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer