Krankenseelsorge
Wenn ein Mensch krank ist, braucht neben dem Körper auch die Seele Pflege und Heilung. Umso wichtiger ist die Krankenseelsorge.
Damit auch Ehrenamtliche diese wertvolle Aufgabe übernehmen können, bildet das Bistum Münster zum zweiten Mal Freiwillige in einem Kurs aus. Dieser startet im September und dauert bis Juni kommenden Jahres.
Warum Seelsorge für kranke Menschen so hilfreich ist, weiß Prof. Dr. Michael Fischer. Er leitet unter anderem das Referat Leitbild/Qualitätsmanagement des Vorstands in der St. Franziskus-Stiftung Münster, einem katholischen Krankenhausverbund in Nordwestdeutschland, und hat den ersten Kurs in den Jahren 2011 und 2012 wissenschaftlich ausgewertet. "In den heutigen Krankenhäusern ist die Technik auf höchstem Niveau entwickelt", erklärt Prof. Fischer, "wir müssen dafür Sorge tragen, dass auch die menschliche Zuwendung ausreichend gewährleistet ist." Während Zeit allgemein in den Krankenhäusern knapp sei, könne Seelsorge sich "Zeit zum Zuhören und Begleiten nehmen."
Wie diese Zeit sinnvoll ausgefüllt werden kann, das lernen die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer. Zentrale Kursinhalte sind dabei Prof. Fischer zufolge "Biographiearbeit mit der eigenen Lebens- und Glaubensgeschichte, Beschäftigung mit den – eigenen – Themen Krankheit und Tod, Grundlagen einer seelsorgerlichen Gesprächsführung und das Verständnis für die Bedürfnisse kranker Menschen."
Seine Erfahrungen aus der ersten Kurs-Auflage der Fachmann im Buch "Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge" veröffentlicht, das im Mai im Lambertus Verlag erschienen ist. Unter anderem setzt er sich darin auch mit der Bedeutung der ehrenamtlichen im Verhältnis zur hauptamtlichen Seelsorge auseinander. "Der Bedarf an Seelsorge ist in den Krankenhäusern groß", sagt Fischer, "Ehrenamtliche setzten dabei eigene Akzente und bringen neue Perspektiven mit. Sie bereichern die Seelsorge insgesamt und ermöglichen mehr Seelsorgekontakte."
Berichte von früheren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diese und viele weitere Erfahrungswerte aus ihrer Sicht beschreiben, finden sich auch im aktuellen Heft von "Unsere Seelsorge", das die Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) Münster vierteljährlich herausgibt. Es kann beim Materialdienst des BGV unter Tel: 0251 / 495-541 oder unter der E-Mail-Adresse materialdienst[at]bistum-muenster.de bestellt werden. Außerdem stehen die Hefte unter www.bistum-muenster.de und den Rubriken "Seelsorge" / "Unsere Seelsorge" zum Download bereit.
Durchgeführt wird der zweite Kurs wie auch sein Vorgänger in Kooperation mit der St. Franziskus-Stiftung Münster. Für die Praktika und anschließende ehrenamtliche Tätigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen folgende Krankenhäuser zur Auswahl: St. Franziskus-Hospital Münster, St. Barbara Klinik Hamm-Heessen, St. Josef-Stift Sendenhorst, St. Marienhospital Lüdinghausen und Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen Süd.
Interessierte sich bei den Krankenhausseelsorgern in den jeweiligen Krankenhäusern (Annegret Wolf für Münster, Sigrid Baer für Hamm, Johann Grabenmeier für Sendenhorst, Reinhold Leydecker für Lüdinghausen sowie Bernd Murboeck für Recklinghausen) informieren und anmelden. Beides ist außerdem möglich beim Referat Krankenseelsorge des BGV. Ansprechpartner ist dort Martin Merkens unter Tel. 0251 / 495 6353 oder unter der E-Mailadresse merkens[at]bistum-muenster.de .
Bis zu den Sommerferien sollen die "Informations- und Entscheidungsgespräche" abgeschlossen sein, damit der Kurs im September beginnen kann. Die Kursgebühren übernehmen die Hauptabteilung Seelsorge und die beteiligten Krankenhäuser.
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
