Kreisdekanatsversammlung des Kreisdekanats Coesfeld
Ebenso effektiv wie harmonisch verlief die erste Kreisdekanatsversammlung im Kreisdekanat Coesfeld des Bistums Münster nach den Pfarreiratswahlen vom November.
Denn der Abend im St. Barbara-Haus Dülmen war geprägt von einstimmigen Wahlen. Außerdem hörten die Delegierten aus den Pfarreien einen Vortrag über die ökumenische Notfallseelsorge im Kreisdekanat.
In den Kreisdekanaten – der mittleren Verwaltungsebene zwischen Pfarreien und Bistum – sind die Kreisdekanatsversammlungen unter anderem dafür zuständig, Anliegen und Themen aus Pfarreien und Kreisdekanat in die Planungen des Bistums einzubringen. Zu diesem Zweck gehören den Versammlungen unter anderem Vertreter der Pfarreiräte, der jeweilige Regionalbischof und der Kreisdechant an.
An der konstituierenden Sitzung dieses wichtigen Gremiums im Kreisdekanat Coesfeld nahmen 25 Delegierte teil. Sie wurden von Kreisdekanatsgeschäftsführer Sven Ottberg und Kreisdechant Johannes Arntz begrüßt. Letzterer sprach eingangs auch das Geistliche Wort in Vertretung des erkrankten Weihbischofs Dieter Geerlings.
Über die Notfallseelsorge informierte Pfarrerin und Notfallseelsorgerin Alexandra Hippchen. „Notfallseelsorge kommt dann, wenn Chaos in ein Leben eintritt“, erklärte sie. Anhand konkreter Beispiele vermittelte sie einen interessanten Einblick in die konkrete Arbeit. Notfallseelsorger arbeiteten auf Grundlage der christlichen Praxis und sähen „Gottes Ebenbildlichkeit im Gegenüber“. Dies bedeute, auf die Notsituation eingehen, nicht immer mit Ratschlägen, sondern auch im gemeinsamen Schweigen, um der Trauer Raum zu geben.
In Coesfeld und Borken arbeite die Notfallseelsorge seit 1998. Es gebe heute 39 Notfallseelsorger in Coesfeld, die meisten davon Ehrenamtliche. Diese würden in einem Grundlagenkurs ausgebildet, um Betroffenen in Notsituationen beizustehen, etwa nach Suizid, Verkehrsunfall oder plötzlichem Kindstod. Die Einsätze erfolgten in drei Schichten. Dabei blieben die Notfallseelsorger bleibt so lange im Einsatz, bis sie die betreuten Personen an Andere übergeben können. Bei allem Engagement sei Selbstschutz das oberste Gebot; daher würden die Einsätze in regelmäßigen Teamtreffen supervisorisch aufgearbeitet.
Finanziert werde die Notfallseelsorge ausschließlich aus Spenden. Hierfür engagiere sich vor allem der Kolping-Verband.
Neben diesem Vortrag erhielten die Delegierten Informationen über das im September anstehende Weihejubiläum des Doms zu Münster, den Tag der Pfarreiräte, die diesjährigen Lourdes-Fahrten sowie die im Herbst 2015 geplante Regionalwallfahrt mit Weihbischof Geerlings. Außerdem standen Wahlen auf der Tagesordnung, deren Ergebnisse jeweils einstimmig ausfielen.
Die Delegierten wählten Guido Sondermann aus der Pfarrei St. Lamberti Coesfeld in die Vollversammlung des Kreiskomitees und in den Vorstand. Valentin Merschhemke –ebenfalls aus St. Lamberti – und Werner Schulz aus St. Marien Lünen wurden als Delegierte für den Diözesanrat wiedergewählt.
Als Mitglieder des Hauptausschusses bestimmten die Anwesenden Valentin Merschhemke, Werner Schulz, Irmgard Neuß (Familienbildungsstätte Dülmen), Maria Wissing-Kmiecik (Ehe-, Familien- und Lebensberatung Coesfeld), Johannes Heling (Kreisbildungswerk Coesfeld), Helga Eckmann (Kirchensteuerrat und Pfarrgemeinderat St. Vitus Olfen). Alle bisherigen Mitglieder sind damit in ihren Ämtern bestätigt worden.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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