Landvolk im Bistum feiert mit Erntedankmesse 60-jähriges Bestehen

Mit einem feierlichen Erntedank-Gottesdienst im St.-Paulus-Dom Münster hat die Katholische Landvolk-Bewegung (KLB) im Bistum Münster am 11. Oktober ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert.

Der Dank für die Früchte des Feldes und die aktuelle Flüchtlingskrise standen im Zentrum der heiligen Messe. Die Musik der effata (!)-Band aus Münster sorgte für eine festlich-frische Stimmung.

Zu Beginn seiner Predigt ging Zelebrant Bernd Hante, Diözesanpräses für Landvolk und Katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) im Bistum, so weit in Richtung der vollbesetzten Bänke, wie es das Mikrofonkabel zuließ. "Ich möchte Ihnen den wunderbaren Kirchenschmuck zeigen, den die Landfrauen aus Sprakel hier aufgebaut haben", erklärte Hante den erstaunten Messbesuchern. Die Landfrauen hatten in der Tat Eindrucksvolles arrangiert. Auf den Stufen hinter der Chorschranke hatten sie alles aufgefahren, was Äcker und Gärten zu bieten haben: Tomaten, Kürbisse und Sonnenblumen leuchteten in den schönsten Farben. "Aber auch importierte Südfrüchte sind hier zu finden", lenkte der Diözesanpräses den Blick unter anderem auf einige Zitronen.

"Entfernungen sind heute kein Thema mehr", kam Hante dann auf die Flüchtlingssituation zu sprechen, "Millionen Menschen sind auf der Flucht. Knapp eine Million wird dieses Jahr zu uns kommen." Der gebürtige Landwirtssohn forderte die Besucher auf, "Grundvertrauen zu haben, dass genug zu essen für alle da ist, wie hier ja wunderbar zu sehen ist."

Doch man solle nicht nur in Bezug auf die Nahrung freigiebig sein. Hante kam auf die goldene Regel zu sprechen, die in allen Weltreligionen ähnlich zu finden sei und das Zusammenleben der Menschen regle. "Was ihr wollt, was euch die Menschen tun, das das tut auch ihr ihnen ebenso", heißt es zum Beispiel im Christentum. Diese Regel tauche in unterschiedlichen Formulierungen in allen Weltreligionen auf. Sie fordere dazu auf, "den anderen Menschen so zu behandeln, wie man selber gerne behandelt werden möchte", erklärte Hante. Er räumte ein: "Das ist nicht immer ganz einfach, aber wir müssen uns gemeinsam diesem Kraftakt stellen, damit wir die Herausforderung bestehen."

Die Schöpfung mache es vor, ihre Gaben seien für alle da. "Dieser Weg ist anstrengend", betonte der Diözesanpräses, "aber gemeinsam schaffen wir das. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen." Der Tag endete mit einem Imbiss im bischöflichen Priesterseminar Collegium Borromaeum.

Text: Bischöfliche Pressestelle
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