
Luisa Fritsche und Justin Geng
Während des aktuellen Katholikentags werden sechs Schulen von den Maltesern betreut. Allein in der Franz-Oberthür-Schule sind 249 Menschen untergebracht. Sie schlafen in den Klassenzimmern und können die Duschen des Schwimmbads der Schule nutzen. „Das Schwimmbecken an sich darf allerdings nicht genutzt werden“, sagt Karl Döring. Er ist bei den Maltesern für den Einsatzabschnitt „Unterkünfte“ zuständig.
Wer in der Franz-Oberthür-Schule schläft, sollte das Gebäude gegen 9 Uhr verlassen. Um 18 Uhr werden die Türen der Unterkunft wieder geöffnet. Sollte doch mal jemand sein Handy oder die Jacke vergessen haben, ist immer jemand vor Ort.
Nicht nur, wenn die Pilgernden im Gebäude sind, ist viel zu tun. Die Helfer der Malteser räumen auf und kümmern sich um den Sanitätsbereich der Unterkunft. Sobald die Türen offen sind, muss die Registrierung besetzt sein, um zu erfassen, wer in der Schule ist. Die Duschen werden geöffnet und die Helfenden passen auf, dass niemand das Schwimmbad benutzt. Sogar eine Nachtwache wird aus Brandschutzgründen gestellt. Morgens muss dann die Frühstücksausgabe vorbereitet werden.
Auch bei Problemen sind die Malteser im Einsatz. „Wir hatten ein Problem mit der Warmwasserversorgung“, sagt Overkamp. „Die Duschen waren nicht für so viele Menschen ausgelegt, die alle zwischen 6 und 9 Uhr morgens duschen wollen.“ Das Problem konnte in Zusammenarbeit mit dem Hausmeister der Schule behoben werden. Auch kleine Dinge wie eine geplatzte Luftmatratze werden schnell gelöst.
„Ich bin ein leidenschaftlicher Katastrophenschützer“, erklärt Döring. Darum macht ihm die Arbeit bei den Maltesern Spaß. Auch am Katholikentag hat er Freude. „Das ist ein riesiges Familientreffen“, sagt der Diakon.
Zum ersten Mal als Malteser beim Katholikentag dabei sind Luisa Fritsche und Justin Geng. Dem 23-Jährigen gefällt der menschliche Austausch mit den Pilgernden. Die 17-Jährige findet es spannend, immer neue Aufgaben kennenzulernen, die sie noch nie gemacht hat. Beim Katholikentag in Paderborn wäre sie gerne wieder dabei.
Lara Bergjohann
