Misereor-Kollekte 2015
Ob der Zyklon ,Pam‘, der kürzlich den südpazifischen Inselstaat Vanuatu verwüstete, eine Folge des Klimawandels war, wird von vielen diskutiert.
Dass aber der Klimawandel mal mehr, mal weniger spektakulär, immer aber nachhaltig und nachteilig das Leben vieler Menschen auf der Welt prägt, darin sind sich die deutschen Bischöfe einig. In einem gemeinsamen Aufruf haben sie deshalb um Spenden für die diesjährige Fastenaktion ,Neu denken! Veränderung wagen‘ des Bischöflichen Hilfswerks Misereor gebeten.
Im Mittelpunkt der Fastenaktion 2015 stehen die Philippinen. In dem Land unterstützen mehrere Misereor-Projekte die Menschen dabei, ihre Lebensweise an den Klimawandel anzupassen. So sollen ihre Existenzgrundlagen und ihr Lebensraum gesichert sowie Katastrophen vermieden werden. Zu diesem Zweck sind die Ergebnisse aller Kollekten, die am Samstag, 21. März, und Sonntag, 22. März, in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland gehalten werden, für Misereor bestimmt.
Die deutschen Bischöfe erklären dazu in ihrem Aufruf, den für das Bistum Münster Bischof Dr. Felix Genn unterzeichnet hat: "Der Klimawandel verändert spürbar die Lebensbedingungen auf der Erde. (…) Unzählige Beispiele zeigen, dass die Armen davon besonders betroffen sind." Misereor stehe an der Seite dieser Menschen, schreiben die Bischöfe weiter. Mit Blick auf das Motto der Fastenaktion fordern sie: "Als Christen müssen wir unser Leben und Handeln immer wieder überdenken. Wir müssen zu Veränderungen bereit sein – auch, damit die Lebensgrundlagen der armen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika geschützt werden. Wenn wir Verantwortung für die Schöpfung und ihre guten Gaben übernehmen, können wir die Welt gerechter machen."
2014 brachte die bundesweite Misereor-Kollekte 14,5 Millionen Euro, davon rund 1,37 Millionen Euro im Bistum Münster. Zusätzlich spendeten Menschen aus dem Bistum Münster nach Angaben von Misereor weitere 2,69 Millionen Euro an das Hilfswerk.
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Meissner/MISEREOR
