Mitgliederversammlung der Familienheimbewegung
Über die möglichen Auswirkungen einer Grundsteuerreform hat die Mitgliederversammlung der Katholischen Familienheimbewegung bei ihrer Mitgliederversammlung am Dienstag (21. Oktober 2014) in Münster diskutiert.
Die Interessenvertretung vertritt rund 19.000 Mitgliedsfamilien in den fünf nordrhein-westfälischen Bistümern. Sie wurde 1953 von katholischen Priestern und Laien gegründet, um Familien bei der Wohneigentumsbildung zu unterstützen.
Der Verband fordert eine aufkommensneutrale Reform der Grundsteuer und spricht sich für eine wertunabhängige Bewertung aus, die sich an der Wohnfläche orientiert. "Diese Form der Bewertung ist auch aus Sicht des Verwaltungsaufwandes die beste Wahl", sagte Geschäftsführer Andreas Hesener, "außerdem werden Eigenheimbesitzer und Hauseigentümer, die in hochpreisigen Regionen leben, nicht noch über die dann höhere Grundsteuer zusätzlich bestraft." Die Grundsteuer dürfe keine Baulandsteuer darstellen. „Das kommt natürlich dann auch allen Mietern, die die Grundsteuer über die Nebenkosten zahlen müssen, ebenfalls zugute“, betonte Andreas Hesener.
Themen der Versammlung waren auch die stark steigenden Immobilien- und Baulandpreise in den Städteregionen und Ballungsgebieten. "Hier ist es für Familien kaum mehr möglich, Wohneigentum zu erwerben", erklärte der Verbandsgeschäftsführer. Er forderte die Städte und Kommunen auf, Bauland nicht immer nur nach den Gesetzen des Marktes und deren Preis zu veräußern. "Die Förderung und der Erhalt von selbstgenutztem Wohneigentum ist ein wichtiger und erhaltenswerter Teil von Sozialpolitik vor allem für Familien mit geringerem Einkommen", hob Hesener hervor. Der Verband fordere eine gerechtere und ausgewogenere Behandlung von Wohneigentum und Mietwohnungsbau, besonders im Hinblick auf die Landesbauförderung. Im Wohnraumförderprogramm 2014 bis 2017 seien von rund 800 Millionen Euro nur 80 Millionen Euro für die Eigentumsförderung vorgesehen.
Der 1. Vorsitzende des Gesamtverbandes, Reinhard Stumm aus Bergheim freute sich über die positive Mitgliederentwicklung der vergangenen Jahrzehnte. "Dass der Wunsch der Familien nach Wohneigentum ungebrochen ist, zeigt uns die Mitgliederentwicklung im Jahre 2013 und 2014", meinte er. In diesen zwei Jahren seien über 1800 Familien dem Verband beigetreten. "Die Arbeit unseres Verbandes findet damit eine große Akzeptanz bei Hauseigentümern und Bauwilligen und bestärkt uns, weiter für die Wohneigentumsbildung zu kämpfen", unterstrich Reinhard Stumm.
Weitere Infos gibt es im Internet unter www.familienheimbewegung.de.
Text: Bischöfliche Pressestelle
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