Modellprojekt: FBS und Kitas starten in Rheine neues Netzwerk

"Mit unserem christlichen Profil wollen wir offen sein für Partnerschaften und Vernetzungen, die den Menschen in Rheine dienen." Pfarrer Meinolf Winzeler von der Pfarrei St. Antonius kennt keine Berührungsängste.

Im Gegenteil. Er unterstützt das Modellprogramm "Starke Netzwerke – Elternbegleitung für geflüchtete Familien", das deutschlandweit mit 50 ausgesuchten und vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekten an den Start geht, um die Integration von Migranten noch weiter zu verbessern. Für die gute Sache haben sich die katholische Familienbildungsstätte in Rheine, die Kindertagesstätten St. Antonius, St. Bonifatius und St. Ludgerus sowie die Stadt Rheine zusammengeschlossen. Schirmherren sind der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Norbert Köster, und Rheines Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann.

Das Projekt mit dem Namen "Go – Schritt für Schritt, wir nehmen alle mit", das in den kommenden vier Jahren mit jährlich 50.000 Euro unterstützt wird, steht auf mehreren Säulen, erklärte Netzwerkkoordinatorin Sigrid Düpjohann beim offiziellen Auftakt am Montag, 18. September, in der St.-Antonius-Kita im Beisein zahlreicher Gäste. Ziel sei es, neu zugewanderte Kinder und Jugendliche möglichst schnell und bedarfsgerecht in das bestehende Erziehungs- und Bildungssystem zu integrieren. Dabei sei es wichtig, beim Übergang von der Kita zur Grundschule die Eltern mitzunehmen. Konkret ist ein Café geplant, bei dem Mütter und Väter in lockerer Atmosphäre Fragen stellen und um Unterstützung bitten können. Familien, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, werden auf Wunsch beispielsweise bei der Schulanmeldung von einer Dolmetscherin begleitet. Das Modellprojekt sieht außerdem das Erstellen einer Broschüre vor, in der niederschwellig und in verschiedenen Sprachen das deutsche Bildungssystem vorgestellt wird.

"Wir fangen langsam an, aus Feldwegen Straßen zu bauen, auf denen alle gut vorwärts kommen werden", umschrieb die Leiterin der Rheiner Familienbildungsstätte, Ulrike Paege, die Arbeit der kommenden Monate und Jahre mit einem Bild. Die FBS ist Projektträgerin. Paege bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im Vorfeld, die das Projekt erst möglich gemacht habe. In diesem Zusammenhang betonte sie, dass in der Vergangenheit bereits viel für die Integration von Flüchtlingsfamilien in Rheine getan worden sei, das neugegründete Netzwerk darauf aufbauen wolle. Und sie versprach, alle Ergebnisse und Erfahrungen auch an die anderen Kindertageseinrichtungen in der Stadt weiterzugeben.

Bildunterschriften: Die katholische Familienbildungsstätte in Rheine, die drei Kitas St. Antonius, St. Bonifatius und St. Ludgerus sowie die Stadtverwaltung engagieren sich gemeinsam für das neue, vom Bundesfamilienministerium geförderte Bildungsnetzwerk "Go – Schritt für Schritt, wir nehmen alle mit".

Text: Bischöfliche Pressestelle / 19.09.17
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner