Neue familienpolitische Initiative der katholischen Kirche in NRW
"Nachhaltig Landesfamilienpolitik stärken!" – Unter dieser Überschrift steht eine familienpolitische Initiative der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen, die das Katholische Büro NRW am Dienstag, 17. Januar, in Düsseldorf vorgestellt hat.
Die Initiative dokumentiert, wie vielfältig katholische Einrichtungen Familien unterstützen und zeigt auf, wo aus kirchlicher Sicht politischer Handlungsbedarf besteht, um die Situation von Familien in NRW zu verbessern.
"Das Land muss die Familienpolitik noch stärker in den Fokus nehmen und sie als Querschnittsaufgabe sehen, die alle Politikbereiche betrifft", fasst der aus Münster stammende Leiter des Katholischen Büros, Pfarrer Dr. Antonius Hamers, die Forderungen der familienpolitischen Initiative zusammen. Konkret schlägt die Initiative beispielsweise vor, dass "alle Gesetzesvorhaben auf ihre Familienverträglichkeit überprüft werden", schildert Hamers.
Der Initiative sei es wichtig, hervorzuheben, "dass wir als katholische Kirche mit unseren unterschiedlichen Einrichtungen und Verbänden nicht nur Forderungen aufstellen, sondern selbst unseren Beitrag leisten – für die Menschen und damit für unsere Gesellschaft", betont Pfarrer Hamers. Gerade aus dieser Position heraus und aufgrund der Erfahrungen in landesweit tausenden katholischen Familien-Einrichtungen seien die Forderungen entstanden, die das Büro nun in den politischen Diskurs einbringt, erläutert Hamers.
Unter Federführung des Katholischen Büros hatten Expertinnen und Experten aus den fünf (Erz-)Bistümern Köln, Paderborn, Münster, Aachen und Essen sowie aus den Caritasverbänden und weiteren kirchlichen Verbänden eine Broschüre erstellt, in der in zehn familienrelevanten Bereichen kirchliches Engagement und politische Forderungen verbunden werden. Das Papier soll als Grundlage für die politische Diskussion auf Landes- wie auf regionaler Ebene dienen. Die Broschüre enthält detaillierte Aussagen und Forderungen zu zehn Schwerpunktthemen: Ehe und Partnerschaft, Wohnen, Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit, Armut, Frühe Bildung, Schulen, Jugendarbeit, Familienbildung, Wissenschaftskompetenz und Generationen.
"Als katholische Kirche sind wir immer auch Anwalt für Familien und für ein Leben mit Kindern", hebt Hamers hervor. "Wir werden auch zukünftig unseren Beitrag leisten, damit Familienleben für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen gelingen kann", kündigt er an und sagt damit, dass das Katholische Büro nach dem nun vorgelegten Papier weitere familienpolitische Akzente setzen wird. Das Katholische Büro NRW ist die Kontaktstelle der nordrheinwestfälischen (Erz-)Bistümer Köln, Paderborn, Münster, Aachen und Essen zum Landtag, zur Landesregierung, zu den Parteien, zu Institutionen und Verbänden sowie zu den evangelischen Landeskirchen.
Bildunterschrift: Pfarrer Dr. Antonius Hamers, aus Münster stammender Leiter des Katholischen Büros in Düsseldorf, stellte die familienpolitische Initiative der katholischen Kirche in NRW vor.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 17.01.17
Kontakt: Pressestelle@bistum-muenster.de
Foto: Martin Wißmann, Bistum Münster
