Neuer Fachbereichsleiter im FHH

Fragestellungen zum Flüchtlingsschutz, die internationale Zusammenarbeit oder der Kommunikationsprozess zwischen Kirche und Politik bei Gesetzgebungsverfahren:

Mit Dr. Christian J. Müller hat im Franz Hitze Haus ein neuer Referent seine Mitarbeit begonnen, dem die aktuellen Themen des zum Teil kontroversen, gesellschaftlichen Diskurses bestens vertraut sind. Seit 1. April leitet er dort den Fachbereich 5 ‚Politik und Zeitgeschichte, Internationale Zusammenarbeit‘.

Der promovierte Politikwissenschaftler war, bevor er kurz vor Ostern sein neues Büro in Münsters katholisch-sozialer Akademie bezog, als Referent für politische und gesellschaftliche Fragen der Migration und als Geschäftsführer der Migrationskommission bei der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) tätig. Zu seinen Aufgabenfeldern gehörten dort die Betreuung der Auslandsseelsorge der deutschsprachigen Gemeinden und der ausländischen Gemeinden in Deutschland. Aber auch mit dem von der DBK begleiteten Diskussionsprozess um das Kirchenasyl, mit rechtlichen Debatten oder mit dem kirchlichen Engagement gegen Rechtsextremismus war Müller während der letzten zwölf Jahre in Bonn unter anderem befasst.

Sein Interesse für interkulturelle Fragestellungen und politische Zusammenhänge bringt Müller, der nach dem Dienst gerne Zeit mit seiner Familie verbringt oder gelegentlich aufs Rennrad steigt, schon aus seinem Elternhaus mit. "Ich bin in Freiburg geboren und dann in Gelsenkirchen und Rom aufgewachsen, wo mein Vater als Lehrer tätig war", blickt Müller zurück: "Dort habe ich auch das elfte Schuljahr einer internationalen, englischsprachigen Schule besucht". Die in Rom herrschende Atmosphäre der Offenheit und des gegenseitigen Austauschs, die er ebenfalls in einer katholischen Studentenverbindung während seines Studiums der Politikwissenschaften, Geschichte und Rechtswissenschaften in Passau und Freiburg kennengelernt habe, motivierte ihn dann, anschließend auch beruflich im internationalen Arbeitsfeld Fuß zu fassen.

Während der Zeit bei der DBK kam der 42-jährige Gelsenkirchener auch regelmäßig mit Katholikinnen und Katholiken in Kontakt, die sich auf Gemeindeebene für eine gelungene Integration stark machen. "Ich finde es beeindruckend und ermutigend, dass viele Leute sich vom Schicksal von Flüchtlingen anrühren lassen", sagt Müller. Denn, "es gibt ganz viel, das über die Gemeinden läuft. Immer, wenn sich Christen aus dem Glauben heraus engagieren und etwas für die Leute tun wollen, da wirkt eben Kirche. Wenn das dazu führt, dass die Aufnahme von heimatlosen Flüchtlingen gelingt, ist das ein wertvoller Beitrag", lobt Müller.

Er kann sich daher vorstellen, dass sich zukünftige Veranstaltungen seines Fachbereichs am Franz Hitze Haus speziell auch an Ehrenamtliche richten, die sich beispielsweise als Dolmetscher oder als Kontaktpersonen in der Migrationsarbeit einsetzen. Aber auch die bewährten Kooperationen zu anderen Themenbereichen, wie etwa mit der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster-Hiltrup zur Sicherheitspolitik oder der Caritas im Bistum Münster, möchte Müller fortführen. "Mein Vorgänger Heinz Meyer hat mir ein gut bestelltes Feld hinterlassen. Darauf kann ich aufbauen", freut sich Christian J. Müller über den gelungenen ‚Stabwechsel‘.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de