Nicolai Speer verstärkt Seelsorgeteam

, Bistum Münster, Kreisdekanat Steinfurt

Die Spiritualität der ökumenischen Ordensgemeinschaft von Taizé begleitet Nicolai Speer seit seiner Jugend. Das einfache Leben, die eingängigen Gesänge, das mehrsprachige Gebet. Die Verbundenheit lässt den 32-Jährigen nicht los – und gerne möchte er anderen davon erzählen. Seit vergangenem Oktober verstärkt Speer, der seine Ausbildung im Bistum Osnabrück gemacht hat, als Pastoralreferent das Seelsorgeteam der Emsdettener Pfarrei St. Pankratius. Zusammen mit 15 weiteren Pastoralreferentinnen und -referenten wird er am 27. September von Bischof Dr. Heiner Wilmer im St.-Paulus-Dom offiziell für seinen Dienst im Bistum Münster beauftragt.

Nicolai Speer verstärkt seit vergangenem Oktober als Pastoralreferent das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Pankratius in Emsdetten. Ende September wird er offiziell von Bischof Wilmer für seinen Dienst im Bistum Münster beauftragt.

© Bistum Münster

Weil seine Frau als Pastoralreferentin in Hörstel arbeitet, war für das Ehepaar nach der Ausbildung schnell klar, dass es auf Dauer einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt für die junge Familie braucht. Und der ist inzwischen in Rheine-Mesum. Der gewünschte Wechsel ins Bistum Münster verlief völlig unaufgeregt: „Ich bin offen und herzlich aufgenommen worden“, schaut Nicolai Speer zurück. Der Pastoralreferent übernimmt Beerdigungs- und Predigtdienste, aber auch die Erstkommunionvorbereitung und die Jugendarbeit gehören zu seinen Aufgaben: „Und eben alles, was so anfällt und erledigt werden sollte.“ In diesem Sommer hat er viele Ferienfreizeiten der Pfarrei besucht – und war dafür auch vier Tage in Österreich. 

Nach seinem Abitur im niedersächsischen Melle zog es Nicolai Speer fürs Theologiestudium nach Münster. Sein Ziel schon 2013: „Ich wollte von Anfang an Pastoralreferent werden.“ Für die Ausbildung ging er zurück nach Osnabrück. Seine erste Stelle trat er anschließend im Emsland an. 

Speer ist überzeugt davon, „dass die katholische Kirche politisch ist“. Für seine Positionierungen bei gesellschaftlich relevanten Themen ist er deshalb auch Münsters Bischof Dr. Heiner Wilmer dankbar: „Wir müssen Stellung beziehen, besonders gegen jede Form von Extremismus.“

Wenn neben Beruf und Familie freie Zeit ist, fährt der 32-Jährige am liebsten ins Stadion. Nach Osnabrück: „Ich habe eine Dauerkarte für den VfL“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Für den Pastoralreferenten ist das der perfekte Ausgleich, um den Kopf freizubekommen.

Gudrun Niewöhner